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da ich diese woche ratschläge in rauen mengen und von allen seiten bekommen habe, habe ich beschlossen, mir die besten davon herauszusuchen und sie zu meinen zu machen. das klingt nun auf den ersten blick recht einfach und bisher gestaltet es sich auch so, aber wie es nunmal in meiner natur liegt, blicke ich dennoch ein wenig kritisch darauf. ich will mich nun gar nicht im detail der ratschlagflut verlieren, zu vielfältig, vielschichtig und unterschiedlich waren sie letztlich. nebenbei recht interessant, wie unterschiedlich das bild ein und deselben menschen bei anderen sein kann. dennoch, frau muß zugeben das eine oder andere brauchbare war trotzdem dabei. und besonders wichtig und lehrreich meine beiden stunden der woche, vielleicht die wahrheitsträchtigstens, weil sie mein eigenes bild von mir am besten widerspiegeln - nennen wir es mal, die ungeschönte, nackte wahrheit. fazit der letzten tage ist, ich fahre recht gut damit. bin zufrieden mit mir und der reaktion meiner umwelt, auf das was ich tue oder besser eben nicht tue. aber das interessanteste daran ist wohl, dass die reaktion meiner umwelt im moment eigentlich relativ sekundär geworden ist. die definition durch andere, das was sie sagen oder denken verblasst nach und nach.....ich messe nicht mehr allzusehr daran, diesen maßstäben gerecht zu werdenzugegeben, es ist mehr oder weniger ein experiment. ich spiele mit grenzen und verschiebe sie ein wenig hierhin und dorthin und beobachte, was mit mir und meiner umwelt passiert. aber im großen und ganzen, tue ich allem voran: nichts. ich versuche blinden aktionismus im moment komplett auszublenden und übe mich im beobachten. ein völlig neuer blickwinkel, der aber - fast wie ganz von allein - neue türen und somit neue blickwinkel öffnet. ja, ich weiß, schwer zu verstehen, wenn man nicht drinsteckt. (und eigentlich auch nicht viel leichter zu verstehen, wenn man drinsteckt)in jedem fall, geht es mir im moment gut damit. das karussell hat aufgehört sich zu drehen und ich nutze die verschnaufpause um zur abwechslung mal zu sehen, was es zu sehen gibt. oder um es mit den worten eines klugen mannes zu sagen:es ist wie es ist - und es ist gut wie es ist. p.s. es gibt einen einzigen menschen, von dem ich dachte, das dieser mensch am besten geeignet wäre, mir die qualifiziertesten ratschläge zu erteilen und dieser mensch ist der einzige der es nicht tut und nie getan hat, ich habe sehr lange gebraucht um zu verstehen warum: die besten ratschläge die ich bekommen kann, sind letztlich meine eigenen, zugegeben, vielleicht mit ein wenig starthilfe von eben diesem menschen.
im laufe der zeit, kann ich behaupten, habe ich ein wenig über das leben gelernt. auch über die liebe weiß ich mittlerweile ebenfalls ein wenig.
und trotzdem gibt es momente, da stehe ich den dingen des lebens und der liebe ratlos gegenüber.
ich frage mich, ob der lauf den mein leben und meine liebe im moment nimmt, der ist, den es eben nehmen muß, vielmehr aber frage ich mich, ist es der weg, mein weg, den ich gehen möchte.
wenn am ende des tages die frage steht:
„soll das alles sein?“
bin ich dann zu anspruchsvoll gewesen? zu gierig nach leben und liebe?
verlange ich tatsächlich zuviel, wenn ich mir wünsche, das leben und vorallem die liebe spüren zu können?
muß es ausreichend sein, wenn alles planmäßig verläuft, eben dem protokoll entsprechend?
sollte ich dankbar dafür sein, wenn ein tag ohne große zwischenfälle verläuft?
ist der wunsch nach fühlbarer nähe, geborgenheit und intensivem geliebtwerden wirklich so vermessen und unrealistisch?
oder muß es einfach so sein wie es ist und nur ich liege völlig falsch….in der szenerie, die ich mir selbst geschaffen habe.
ist das dann der lauf der dinge? und wird es immer sein, egal in welcher besetzung?
ich bin ehrlich unschlüssig, wie ich mit dieser situation umgehen soll.
abwarten? wieder warten, ob es anders, besser wird?
akzeptieren? wohlwissend, dass es bereits einmal schief gelaufen ist?
hinsehen? nein, denn genau das tue ich im moment, und das ist es, was im moment so weh tut und traurig macht.
ich denke aber, mein traum ist das im moment nicht. mein traum sah anders aus und vorallem: mein traum fühlte sich anders an.
ja, da ist er wieder, dieser wunsch, mehr zu sein, als nur mama, begleiterin und wohnpartnerin, dienstleisterin und erfüllungsgehilfin.
ich wünschte mir, gesehen zu werden, mit allen facetten meines lebens.meinen wünschen, träumen, sehnsüchten, emotionen und der leere und traurigkeit, die seit ein paar tagen ihr unwesen treibt.
aber leider, leider……das leben ist kein ponyhof
ist ja nun doch gut, wenn man sich keine allzu großen erwartungen über etwas macht. wir wissen ja alle - je größer die erwartungen.....naja, den rest kennt jeder. trotzdem war es recht überraschend für mich, welch desaster der freitag geboten hat und selbst der samstag war noch weit entfernt vom gewohnten. ich könnte es mir an dieser stelle einfach machen und behaupten, dass männer eben so sind, wenn sie nichts anständiges zu essen bekommen. aber launenhaftigkeiten und persönliche differenzen damit zu erklären und beschönigen würde der sache an sich nun absolut nicht gerecht werden. letztlich habe ich nicht herausfinden können, was es eigentlich war und ist. fest steht nur, dass wir innerhalb 48 stunden sämtliche diskussionen erneut geführt haben, mit denen wir uns das letzte halbe jahr herumschlagen durften. hatte ich ursprünglich mal gehofft, wir hätten für die diversen kleinen und großen probleme kompromisse gefunden, die für beide seiten akzeptabel sind, mußte ich feststellen (und mir sagen lassen), dass scheinbar der eine oder andere faule kompromiß darunter war. war schon ein komisches gefühl, den mann meines lebens nach einer woche wiederzusehen und plötzlich wird nach nur ein paar stunden ALLES in frage gestellt. wie kann das sein?nein, leider habe ich bis jetzt keine antwort auf diese frage gefunden. und auch wenn ich sie vorläufig - offiziell und dem lieben frieden willen - habe ruhen lassen, stelle ich sie mir selbst doch fast permanent.was in gottes namen ist in diesen tagen so gehörig schief gelaufen, dass es soweit kommen konnte? ich persönlich, traue dem frieden im moment nicht ganz. eher ein waffenstillstand, zumindest vom gefühl her. ich beäuge es mitunter mißtrauisch und mache mir meine eigenen gedanken dazu. mußte aber feststellen, dass es scheinbar bedeutend sinnvoller ist, die dinge vorerst auf sich beruhen zu lassen um nicht noch zusätzlich ärger zu kassieren. aber eines ist sicher - vom nullen sind wir weiter entfernt denn je. man sollte das an dieser stelle nicht mißverstehen. es ist nicht so, dass ich unglücklich wäre, nein, dass könnte ich nun nicht behaupten. eher habe ich angst und die angst wird von tag zu tag nicht unbedingt kleiner. und je länger das ganze geht um so weniger weiß ich überhaupt noch, wie ich mich eigentlich zu verhalten habe, sollte, darf.....und es macht mich traurig, das kann ich bereits jetzt fühlen. und wohin mit alledem????wieso müssen beziehungen auch immer so kompliziert sein?
eigentlich, müßte an dieser stelle eine lange erzählung vom streß und hektik des tages stehen.ich müßte erzählen, wie meine kinder mich an den rande des wahnsinns getrieben haben und irgendwie komplett überdreht waren.ich könnte erzählen, dass meine kollegen in der arbeit heute ähnlich drauf waren und es an den rand der erträglichkeit gebracht habenich könnte noch mit einfließen lassen, dass ich wie eine wahnsinnige die halbe wohnung auf den kopf gestellt habe auf der suche nach meinem ausweis (und bei dieser suche permanent an den mann meines lebens gedacht habe, der mir mit sicherheit gesagt hätte, würde ich ordnung halten, müßte ich nicht suchen) um morgen pünktlich beim notar antreten zu können um einen weiteren meilenstein zu meiner scheidung zu nehmen.zwar könnte ich auch erwähnen, dass wir all das trotzdem oder gerade deshalb mit bravour gemeistert haben.ich könnte auch sagen, dass ich stolz darauf bin, dass ich nach diesen tagen, mit wenig schlaf und noch weniger ruhe (gestern nacht auch wieder nur vier stunden) immernoch recht gut gelaunt durch die gegend laufe.aber ganz ehrlich, im grunde ist das im moment alles gänzlich nebensächlich.denn gerade als ich am wenigsten damit gerechnet habe - da die bedingungen ja eigentlich andere waren - bekomme ich eine sms, die den tag, die welt verändert. eine sms, die mir für den rest des nachmittags ein breites grinsen ins gesicht gezaubert hat. eine sms die mir alle fragen beantwortet hat, die ich die letzten tage mit mir herum getragen habe. und die auf einmal so unwichtig erscheinen. eine sms, die mich nicht glücklicher hätte machen können.ich gebe zu, es war schwer, dem impuls zu widerstehen zu antworten. aber die vereinbarung war klar und die regeln auch. ich halte mich daran, auch wenn´s schwer fällt. naja, sind ja nur noch ein paar stunden......lange stunden, trotzdem schöne stunden. stunden der vorfreude!ja, es fällt verdammt schwer.....und nein, ich werd´s nicht tun!
ein verdammt guter tag heute. vermutlich der beste. wenngleich nichts spektakuläres vorgefallen ist - oder gerade deshalb. gute nacht gehabt, keine komplikationen. scheinbar spielt es sich langsam ein und wir drei werden im moment zur normalität. eine gute nacht zieht oftmals einen guten morgen nach sich. mama war zur abwechslung vor allen anderen wach und durfte den morgendlichen kaffee in ruhe genießen, mitsamt restsonnenaufgang - einfach nur schön. überhaupt herrscht im moment eine interessante ruhe morgens. und obwohl ich dachte es würde chaos herrschen ist genau das gegenteil der fall. jeder weiß, was er zu tun oder auch zu lassen hat und es macht sich eine merkwürdige art von heiterkeit breit. und pünktlich wie es sein soll sind am ende alle fertig zum abmarsch bereit. ein gutes gefühl, dass wir das alles so mit bravour meistern, immernoch ein gutes team sind. in der arbeit haben sich heute alle - nach meinem gestrigen tag der auszeit - benommen, als wär ich wochen weg gewesen. auch gut zu wissen, dass man nicht völlig umsonst morgens durch die halbe stadt tigert. schön, das gefühl zu haben, dass sich manche leute tatsächlich freuen, wenn ich da bin - egal was ich da an meinem schreibtisch so treibe.....höhepunkt des vormittags war ein ganz persönlicher. endlich, endlich habe ich es geschafft einem menschen, der es schon länger verdient hat, mal so richtig die meinung zu sagen. vermutlich stimmt es, dass ich, wenn es um meine kinder geht, zur löwin werde. ich glaube dieser mensch hat mich noch nie so sauer und wütend erlebt und hat endlich begriffen, dass er zu weit gegangen ist. naja, ob all das früchte trägt, zeigt sich letztlich erst nächste woche, aber ich bin noch optimistisch. erfolg alleine war schon, dass ich es getan habe. wer mich kennt, weiß, dass ich nicht die heldin bin in sachen grenzen ziehen. mittags hab ich dann alles stehen und liegen gelassen und ein angebot angenommen, dass ich unmöglich abschlagen hätte können. wer würde denn eine luxusstunde für sich ablehnen? dank auch an dieser stelle an meinen edlen gönner der, auch wenn er in der ferne weilt, derjenige ist, der mir das immer wieder ermöglicht! leider war anschließend wieder ein klein wenig streß angesagt. frau hatte sich mal wieder ein klein wenig verplaudert und war über der zeit, also mußte es schnell gehen. dummerweise fehlte eigentlich die zeit, meiner tochter den versprochenen malkasten zu besorgen - ich tat´s trotzdem. (ich haße gebrochene versprechen!)und mit nahezu perfektem timing schaffte ich es trotzdem noch meine maus einzupacken und zu ihrer ersten malstunde zu chauffieren.ich hab sie selten mit so viel vorfreude erlebt. selbst einen besuch bei ihrer besten freundin hatte sie hierfür abgesagt. aber noch viel schöner war für mich, ihr glückliches lächeln und das wunderbare (und hier spricht nicht nur der stolz einer mutter) bild dass sie mir stolz präsentierte. ich schätze, die entscheidung zu diesem malkurs war die beste die wir treffen konnten. ich denke, sie hat gefunden, was sie glücklich macht. und auch mein abend fand ein schönes ende. bereits letzte woche hatten meine kollegen und ich eine verabredung für den heutigen abend getroffen.wohl wissend, dass ich die woche allein verbringen würde, war klar, dass diese ablenkung goldes wert sein würde.und so war es auch. mal abgesehen davon, dass ich heute so viel gegessen habe, dass es für drei tage gereicht hätte - und am ende auch noch erfahren durfte, dass es auf firmenrechnung geht - war es einfach ein netter abend. nichts aufregendes, aber genau das, was in diesem moment gut war. nun, alles in allem möchte man sagen, kein spektakulärer tag, keine wirklich besonderen vorkommnisse. aber, ein guter tag. allem voran ein glücklicher tag.schön - und so unverhofft, wenn ich ehrlich bin. ja, es war mein tag.tun gut, diese tage.
alles beim alten, und trotzdem ganz anders. der tagesablauf ist wie jeden tag, daran hat sich nichts geändert.heute morgen war ich mehr als stolz auf mich, dass ich ohne hektik und streß die kinder und mich und alles was damit zusammenhängt zum laufen gebracht hab. es war ja doch ein wenig fraglich ob ich - aufgrund momentan fehlender übung - die routine weiterhin gewährleisten kann. ja, das konnte ich. aber trotzdem, oder gerade deshalb ist nichts so, wie es war. den ganzen tag war es bemerkbar. und dann noch der streß mit meiner tochter, die anfängt ein wenig merkwürdig zu werden. geschichten erzählt, die sich im anschluß als unwahr herausstellen - und keiner weiß wirklich warum. die krank von ihrem papa wiederkommt um am nächsten tag wieder putzmunter zu sein. aber auch schöne momente, neue, lustige worte meines sohnes, die neugebaute riesenhöhle meiner tochter, der wunderbare sonnenuntergang von unserer terrasse aus, und und und - momente, die ich alleine verbringe und die ich sicherlich niemandem erzählen brauche, da sie unbeteiligte wohl kaum interessieren. und gerade in momenten wie diesen zeigt sich, was anders ist. zu wissen dass ich diese dinge nicht teilen kann. dass ich am ende des tages niemanden um rat fragen kann, niemand der mir sagt, dass alles nur halb so schlimm ist, niemand der da ist, einfach so. wenn ich dann abends, vorm schlafengehen "kinderguckengehe" (mittlerweile ein beliebtes ritual) und dies momentan allein machen muß, dann muß ich mich ein wenig zusammenreißen um nicht am ende bei meiner tochter im bett unterzukriechen und nicht allein einzuschlafen.und am einfachsten hat es vermutlich meine tochter beschrieben, als sie sagte:es ist so ruhig, ohne ihn. ja, das ist es! gut zugegeben, sonst ist ja auch nicht permanent jemand um mich herum. aber allein zu wissen, ich könnte mal so eben eine sms schicken und kundtun was gerade wichtig ist, oder morgens wieder alles auf einmal loswerden oder abends auf der couch sitzen, wissend ich könnte erzählen, aber es nicht müssen, weil in diesem moment plötzlich alles gut ist, wie es ist. ja es stimmt, manchmal muß man tatsächlich erst etwas verlieren, um es (wieder) schätzen zu lernen.und ich hab dabei noch verdammtes glück.....mein verlust dauert nur eine woche!aber diese woche fühlt sich gerade an, wie eine kleine ewigkeit. du fehlst!p.s. und selbst dinge liegen lassen können macht mittlerweile irgendwie keinen spaß mehr, im grunde bräuchte die putzfrau morgen gar nicht kommen, weil es selten so aufgeräumt war, wie im moment.....klingt komisch, is aber so!p.p.s. fazit: suchtpotential immens hoch - aber wollen wir das tatsächlich auch????