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Donnerstag, 10. September 2009

post für.....

einmal, als der kleine bär wieder zum fluß angeln ging, sagte der kleine tiger:
"immer wenn du weg bist, bin ich so einsam. schreib mir doch mal einen brief aus der ferne, damit ich mich freue, ja!"
"ist gut" sagte der kleine bär und nahm gleich blaue tinte in einer flasche mit, eine kanarienvogelfeder, denn damit kann man gut schreiben. und briefpapier und einen umschlag zum verkleben.

unten am fluß hängte er zuerst einen wurm an den haken und dann die angel in das wasser.
dann nahm er die feder und schrieb mit der tinte auf da papier einen brief:
"lieber tiger! teile dir mit, dass es mir gut geht, wie geht es dir? schäle inzwischen die zwiebeln und koch kartoffeln, denn es gibt vielleicht fisch. es küsst dich, dein freund bär."

dann steckte er den brief in den umschlag und verklebte ihn. er fing noch zwei fische: einen zur speisung und einen, damit er ihm das leben schenken konnte. damit er sich darüber freut, denn freude ist für jeden schön.

abends nahm er den fisch und den eimer, die tinte und die feder und auch gleich den brief mit und ging nach haus.

er rief schon aus der ferne vom kleinen berg herunter:
"post für den tiger! post für den tiger"

aber der kleine tiger hörte ihn nicht, weil er hinter dem haus lag.
hatte keine zwiebeln geschält und keine kartoffeln gekocht. hatte die stube nicht gefegt und auch die blumen nicht gegossen. hatte zu nichts lust gehabt, weil er wieder so einsam war.

und jetzt, wollte er keinen brief mehr.
denn jetzt war der kleine bär sowieso und persönlich und selbst zu haus.

in der nacht weckte der kleine tiger den kleinen bär und sagte:
"ich muß dir schnell noch etwas sagen, ehe du einschläfst. könntest du mir morgen den brief etwas eher schicken? vielleicht durch einen schnellen boten?"
"ist gut" sagte der kleine bär und nahm am nächsten tag wieder alles mit. die tinte, die feder, das papier, den umschlag.....und eine briefmarke.

....

aber dann kam der hase mit den schnellen schuhen.
"geben sie her, herr bär! ist der brief im couvert? ist eine briefmarke drauf?"
und jetzt hase lauf!
der hase rannte, so schnell ihn seine schuhe trugen, hasttuihnnichtgesehn zum tiger nach haus.

der kleine tiger hatte heute wieder zu nichts lust gehabt. hatte keine zwiebeln geschält und keine kartoffeln gekocht. keine stube gefegt und nicht einmal feuer im ofen gemacht.

"post für den tiger" rief der schnelle hase, und der tiger sprang auf und rief:
"wo wie was für wen und von wem?"
"für den tiger" sagte der hase
"oh, der tiger bin ich selbst, geben sie her!"

er tanzte vor freude auf dem tisch, auf dem stuhl, auf dem bett, auf dem sofa.
las den brief von vorn bis hinten und von hinten bis vorn.
hatte jetzt wieder lust zu allem und schälte die zwiebeln, kochte kartoffeln. fegte die stube und das leben war schön.

...

"heut ist der schönste tag meines lebens" rief der kleine tiger.
und das war nicht gelogen.

Freitag, 3. Juli 2009

Samstag, 27. Juni 2009

federleicht

Ein nasskalter Wintertag singt dieses Lied.
Ein Reisender und einer der blieb.
Von beiden ein Traum gemeinsam erkannt
einsam auseinander getanzt

Während ein Herz schwieg,
wird ein anderes laut und schwer.
Und ich weiß noch genau, wo es liegt und wie's klingt,
doch es wiegt nichts mehr.

Im Laufe der Zeit fällt Schnee
Federleicht
Du tust nicht mehr weh.

Ein ganz neues Leben, ein anderer Tag
Ein Reisender und einer kommt nach
Er stellt sich den Dingen, wie er ihr's versprach
Ein Leben und Lieben danach

Manchmal zeichnet er ihr Gesicht in den Wind, der weht,
und dann entsteht aus dem Nichts ein Gedicht,
das erwähnt, wie es weitergeht

Im Laufe der Zeit fällt Schnee
Federleicht
Du tust nicht mehr weh

Im Laufe der Zeit fällt Schnee
Federleicht
Du tust nicht mehr weh

Dienstag, 20. Januar 2009