Mittwoch, 10. Juni 2009

homophob?!?

bin ich tatsächlich homophobisch, wenn ich mir ernsthafte gedanken darüber mache, dass ich es einfach schei.... finde, wenn ein (männlicher) mitarbeiter von mr. r. selbigem ernsthafte avancen macht?
oder ist es eigentlich egal, ob es männlein oder weiblein ist der meinem mann eindeutige angebote macht.

ich muß zugeben, mittlerweile hab ich mich daran gewöhnt, dass ich nicht die einzige frau bin, die mr. r. attraktiv und sexy findet. und oft tröste ich mich mit dem gedanken, dass - egal wieviele frauen seinen laden betreten - mr. r. am ende des tages nach hause, zu mir, kommen wird.

wenn ich aber nun erfahren muß, dass einer seiner mitarbeiter ein auge auf ihn geworfen hat, mehr noch, ihm mehr oder weniger eindeutige angebote macht und unsere geplante hochzeit ernsthaft in frage stellt (weil nicht sein darf, was nicht sein kann, oder so), dann hab ich damit schon irgendwie ein problem.

liegt es daran, dass die konkurrenz diesmal ein mann und somit nie wirklich konkurrenz ist?

ich kenne die einstellung von mr. r. zu diesem thema. weiß, dass er sich darüber bereits ausgiebig gedanken gemacht hat und zu dem schluß gekommen ist, dass er vieles erotisch findet, männerkörper aber definitiv nicht dazu zählen.
aber worüber ich mir nicht sicher bin ist, kann man(n) sich in diesem punkt auch mal irren? oder sich vielleicht von einem anderen mann eines besseren belehren lassen?

ich bin mir nicht sicher, was genau mich bei dieser sache verunsichert und so aus der fassung bringt.
ob es die an und für sich ungewohnte, fremde situation ist. oder die tatsache dass ich, wenn es denn so wäre, keine chance hätte, weil sich äpfel und birnen nunmal nicht vergleichen lassen.
ich weiß es nicht. merke aber sehr deutlich, dass mich die sache an sich gedanklich und vor allem emotional sehr beschäftigt, warum auch immer.

aber im grunde ist es doch so:
egal ob männlein oder weiblein. mr. r. an jemand anderen zu verlieren, wäre immer furchtbar und schmerzhaft.
und vermutlich wäre es letzten endes dann völlig egal wer es ist.
und trotzdem.......hätte ich auf diese episode irgendwie gut und gerne verzichten können.

Donnerstag, 4. Juni 2009

kleine streifen am horizont

ich kann nicht mehr tun, als leise zu flüstern.
gute neuigkeiten sollte man nicht herausschreien, solange sie sich nicht endgültig bewahrheitet haben, heißt es.

also flüstere ich vor mich hin, mit funkelnden, nein strahlenden augen, dass es vielleicht sein könnte, dass ich so mir nichts dir nichts einen neuen, verheißungsvollen, freude machenden job gefunden haben könnte.

nein, ich schreie es nicht laut raus, weil es ja nicht sicher ist, ob gerade ich das glück haben werde, diesen job zu bekommen.
aber ich habe gute fürsprecher, ich habe gute voraussetzungen.
und ich habe die kleine hoffnung auf ein wenig glück.
glück braucht man wohl immer dazu, nicht wahr.

ich sitze an meinem schreibtisch und grinse wie ein honigkuchenpferd, weil die lösung so nah und vor allem so einfach scheint.
mit diesem job, wäre alles andere auch möglich. so wie ich es mir gewünscht und erhofft habe.

nein, ich posaune es nicht groß raus, freue mich im stillen. könnte aber insgeheim platzen.
man sollte bekanntermaßen nicht über ungelegte eier reden,
bringt unglück und so.....also, ich hab nix gesagt.

aber freuen tu ich mich halt und hoffen auch.
das darf man ja, das ist ja nicht verboten.

fest steht: wenn das klappen würde, würde mich das richtig, richtig glücklich machen.

kann die lösung tatsächlich so einfach sein?

Mittwoch, 3. Juni 2009

ein kleines raumschiff...das manchmal die welt bedeutet

gelegentlich bewege ich mich tagelang wie in einem eigenen kleinen raumschiff.
dieses besteht dann lediglich aus arbeit, kinder, hund, haushalt, essen, schlafengehen.
von zeit zu zeit bleibt noch gelegenheit, zumindest aus dem fenster dieses raumschiffs zu sehen und zu beobachten, was alle anderen außerhalb desselben so treiben.

gefangen im netz der notwendig- und befindlichkeiten meiner liebsten, sprintend von kindergarteneingewöhnung meines jüngsten zu zwei stunden arbeit im büro. pendelnd zwischen tierarzt, nahegelegenem supermarkt, spielplatz und haushalt.
freizeitaktivitäten für mich planend, meistens scheiternd in der ausführung, aufgrund fehlender zeit, fehlender betreuung, fehlender energie.
es bleibt meist kaum zeit durchzuatmen, da steht oft schon wieder einer der liebsten vor mir, verlangt nach essen, trinken oder aufmerksamkeit. nach liebe, nähe und wärme.

manchmal bringen kleine erdbeben diesen raumschiff ins wanken und schlingern, dann rüttelt es und alles fliegt für kurze zeit durcheinander.
dann kann es auch passieren, dass die tägliche routine durcheinanderwirbelt und alles wieder neu zusammen gesucht werden muß.
erdbeben können sein, kurzfristige absagen meiner babysitter, die mich dazu nötigen routinierte tagesabläufe in sekundenbruchteilen umzustellen und komplett neuzuorganisieren.
oder aber krankheiten der kinder, die dann zum stillstand aller abläufe führen können.
es gibt auch emotionale erdbeben, dergestalt, dass dem 1. kapitän (meine wenigkeit) einfach hin und wieder die puste ausgeht, die batterien leer sind. das sind dann vermutlich die schlimmsten aller erdbeben, die das kleine raumschiff aushalten muß.
denn tritt dieser fall ein, scheint sich schlagartig die zusammensetzung alles anderem auch zu ändern.
da kann es schon mal passieren, dass entgegen der landläufigen meinung - fällt der 1. kapitän aus, übernimmt nahtlos der nächste ranghohe offizier - das raumschiff führerlos durch die gegend trudelt. die passagiere langsam anfangen nervös zu werden und hektisch - wie aufgescheuchte ameisen - durch die gegend laufen. ziel- und planlos. wie wild geworden nach dem kapitän verlangen, nicht verstehend, dass die einzige chance selbigen wieder zu bekommen ist, sich ein wenig in geduld zu üben.

naja, geduld ist ein fremdwort für meine passagiere. rücksicht meist auch.
und so reißt sich der kapitän meist schnell wieder am riemen, und das raumschiff erhält wieder einigermaßen stabiliät. der ablauf muß ja gewärleistet sein.
flugbahn wieder erreicht.

so läuft das. tag für tag.

doch in letzter zeit, das gebe ich zu, surfe ich immer wieder im internet auf die homepage der volkshochschule. suche nach einem kurs der anleitungen gibt um sich raumschiffe zu bauen.
nur ein kleines, mehr braucht es nicht.
nur ein winziges, einmannraumschiff. das platz für mich bietet.

und dann, eines nachts, mach ich mich auf....auf den weg....nur um mal zu sehen....ob es außer diesem - meinem eigenen - raumschiff, vielleicht noch ein anderes gibt.
aber noch schöner fände ich,
wenn ich einen planeten finden würde, der platz bietet, für mein raumschiff, und noch weitere und platz für alle meine passagiere....dann fiele vielleicht auf diesem planeten auch ein klein wenig platz für mich ab....wer weiß.

Freitag, 29. Mai 2009

geht gar nicht - oder doch?

mr. r. ist, was seine wahl der gaderobe betrifft von jeher manchmal ein wenig eigenwillig.
man könnte aber - wohlwollend - auch sagen: mr. r. ist was seine kleidung betrifft hin und wieder sehr kreativ und individuell.


so findet man - sieht man genauer hin - in seinem schrank beispielsweise ein blaues sakko, marke "schiffskapitän" (wie ich es immer gerne nenne), mit gaaanz tollen goldenen knöpfen (ideal geeignet für den gediegenen mann ab mitte sechzig - wovon mr. r. gottlob noch weit entfernt ist). oder aber auch ein knallrotes hawaihemd mit großen - unübersehbaren - weißen blumen drauf (selbiges liegt seit langer zeit gaaaanz unten in meinem wäschekorb für bügelwäsche, weil ich hoffe, so lange es dort liegt, wird es auch nicht benutzt. das letzte mal trug er es auf dem kindergeburtstag unseres kleinen, als er sich im zuliebe als pirat verkleidete - ich denke, das sagt alles).


nun gut. ich schätze jeder von uns hat so ein paar teile im schrank hängen, die dort besser auch hängen bleiben sollten, damit größerer augenkrebsschaden vermieden wird.
wobei es für mr. r. schon eher außergewöhnlich ist, da gerade er - schon allein berufsbedingt - immer ziemlich auf sein äußeres wert legt und acht gibt.


so hat er sich vor einiger zeit eine ganz spezielle hose zugelegt. ursprünglich gedacht für eine show auf der arbeiten sollte.
gut, dachte ich mir. für diese show sehe ich das ja noch irgendwie ein, wenngleich ich mich über die farbe dann doch etwas wunderte.
da ich aber darauf vertraute, dass selbige hose - ähnlich wie das sakko und das hemd - anschließend tief, tief im schrank verschwinden würde, hab ich nichts weiter dazu gesagt.


als ich nun heute ins schlafzimmer kam, mr. r. beim anziehen antraf und mit ihm besagte hose, fiel es mir bedeutend schwerer, meine bissigen kommentare hierzu runterzuschlucken (wenn ich ehrlich bin, ich glaube ich kaue immernoch dran).
i-tüpfelchen war allerdings dann dass farblich (nicht mal exakt) dazu passende halstuch, dass mich wirklich zum schlucken brachte.
und leider konnte ich nicht umhin und eh ich mich wehren konnte, entfuhr mir auch ein - zugegebenermaßen - bissiger kommentar. was wiederum selbstredend für ein wenig böses blut im hause gesorgt hat.


stellt sich mir also nun die frage:
geht das? geht das wirklich???





.....und ja, es ist exakt diese farbe! nur diese eine farbe, für eine ganze hose.....(ach, ich vergaß, und für das halstuch auch, versteht sich)

p.s. ich weiß, dass türkis irgendwie im moment zur sogenannten trendfarbe wird, aber mal ehrlich, muß man denn jeden trend unbedingt mitmachen?

p.p.s. irgendwie bin ich aber doch froh, dass liebe eben manchmal blind macht.....

Mittwoch, 27. Mai 2009

schneller - höher - weiter

mr. r. ist könig von flensburg, zumindest was sein punktekonto dort betrifft. mein arbeitskollege hatte einen schweren motorradunfall, der ihm fast das leben gekostet und zumindest ein paar ziemlich große schrauben im rücken eingebracht hat.
mr. r. fand eine rasante bootsfahrt auf dem see wert genug eine grundsatzdiskussion mit mir anzuzetteln.
mein exmann fährt porsche und das regelmäßig zu schnell.
mein schwager hatte mit gerade mal 39 jahren zwei herzinfarkte kurz hintereinander.

warum ich das schreibe?

ich weiß nicht recht.
vielleicht weil ich mir die letzten tage mehr und mehr gedanken darüber mache, ob es vielleicht genetisch bedingt ist, dass männer regelmäßig ihre grenzen testen und häufiger mal darüber hinausschießen müssen.
vielleicht, weil ich mir die frage immer wieder stelle, ob männer heimliche adrenalinjunkies sind und die gefahren regelrecht suchen müssen.
vielleicht, weil ich mich wundere, dass männer oftmals ihr leben vermeintlich leicht auf´s spiel setzen.
vielleicht, weil ich sehen kann, wie schnell genau dieses leben am seidenen faden hängen kann.

ich gebe zu. ich bin deutlich sicherheitsliebender als mr. r. und diverse andere menschen in meinem umfeld.
ich fahre nicht gern schnell, mag keine gefahren und risiken. lebe gerne sicher.
und ich bin ehrlich genug um zu sagen, ich wünschte mr. r. würde ein klein wenig mehr wie ich denken, allein schon wegen mir, wegen uns.

als ich heute mittag beim essen mal vorsichtig in die runde fragte (anwesende ausschließlich männlich) warum dass denn so wäre, warum männer gefahren suchen und grenzen überschreiten würden, waren die antworten zwar recht unterschiedlich, aber dennoch ließ sich deutlich raushören, dass es einhellige meinung war, dass dieses verhalten durchaus seine berechtigung hätte. sei es nun aus frühzeitlicher begründung, sei es aus genetischer oder aber eben schlicht testosteronlastiger argumentation.

eines ließ sich aber klar für mich raushören:
würde ich dem ganzen einhalt gebieten, darauf bestehen dass bestehende grenzen eingehalten und limits akzeptiert werden, so hätte ich vermutlich letztlich nicht den mann, den ich im moment an meiner seite weiß. sondern wohl lediglich einen schatten seiner selbst.

aber ganz ehrlich,
das leben zeigt nunmal immer wieder wie schnell es gehen kann und wieviel glück man haben muß, noch eine weitere chance zu bekommen.
ist es nicht schon fast fahrlässig, das glück regelmäßig herauszufordern, dem schicksal regelrecht ins gesicht zu grinsen und zu glauben: mich trifft´s doch eh nicht.

oder ist es vielmehr eher richtig,
zu sagen: jetzt erst recht. wer weiß wieviel zeit einem denn tatsächlich bleibt.
vielleicht ist es ja soger bedeutend sinnvoller hin und wieder auf der überholspur zu leben,
weil man ja nie weiß, wann die straße zu ende ist.

ich bin mir nicht sicher,
bin ich ja nicht sonderlich erprobt mit hoher geschwindigkeit auf der autobahn des lebens zu fahren,
hab ich mich schließlich bis dato meist eher für die landstraßenvariante entschieden, weil beschaulicher, gemütlicher, interessanter um links und rechts zu sehen und
ja, ich gebe es zu, weil einfach sicherer.

und wenn ich so um mich herum schaue, kann ich nicht umhin ein klein wenig angst tief unten in meinem bauch zu verspüren.
und gedanken wie: mr. r. ist sogar ein paar jahre älter als mein schwager.....
fest steht, egal wie gut oder schlecht ich damit umgehen kann, ein fazit läßt sich ziehen.
vielleicht tut es gut, mr. r. das eine oder andere mal öfter zu drücken und zu küssen und sich bewußt zu machen, wie schön es ist, dass es ihn gibt. weil man ja nie weiß, wann die autobahn endet und
weil es hierbei wohl nie ein "zuviel" geben kann.

Donnerstag, 14. Mai 2009

die uhr tickt

trotz, oder gerade weil im moment mächtig viel zu tun und zu erledigen ist, liegt mein persönlicher fokus vor allem auf mittwochabend nächster woche.

mr. r. und ich haben das große privileg und vergnügen für fünf (!) tage allein (!) an den gardasee zu düsen und im moment verbringe ich gedanklich den halben tag damit, die tage, stunden und minuten bis dahin zu zählen.
nicht nur, weil wir an ort und stelle auch noch "das" zimmer aussuchen können, in dem wir am 08.08. unsere "hochzeitsnacht" verbringen dürfen. sondern weil besuche am gardasee für mr.r. und mich schon immer etwas besonderes waren. nirgends sind wir näher, nirgends finden wir mehr ruhe für einander, miteinander.
da kann ich dann sogar halbwegs gut mit der tatsache leben, dass ich diesmal ein versprechen einlösen muß, dass mir ein klein wenig magenschmerzen bereitet.
ist es doch mr.r. großer wunsch mit mir auf dem gardasee ein wenig auf dem boot zu schippern.
aber da mr.r. ja nun noch keine 65 ist, wird aus dem schippern wohl eher eine kleine gardasee-rallye und dererlei dinge liegen mir - und meinem magen - nun nicht ganz so.
aber zum einen ist nächsten donnerstag vatertag und zum anderen ist´s halt mal so versprochen....

nun, bis dahin heißt es noch durchhalten. ein paar lästige und unerfreuliche dinge gilt es noch zu erledigen und hinter mich zu bringen, bis diese belohnung auf mich wartet.

Donnerstag, 7. Mai 2009

so long!







......nur für ein paar tage, da im moment ein paar dinge anstehen, die auch ihre zeit beanspruchen, und ein paar menschen, meine zeit und energie benötigen.

aber, wie sagt pink panther so schön:
heute ist nicht aller tage....ich komm wieder, keine frage.