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Dienstag, 8. September 2009

mangelwirtschaft

eigentlich wollte ich ja schon längst die fortsetzung der telenovela in angriff genommen haben.
außerdem wollte ich eigentlich auch schon die urlaubs- und hochzeitsbilder gesichtet und verschickt haben.
ich wollte meinen schreibtisch aufgeräumt und die kleiderschränke entrümpelt haben.
mein buch wollte ich längst zu ende gelesen und ein neues begonnen haben.
ich wollte auch irgendwie mehr zeit für mich finden und ein paar nischen für mich und das was mir wichtig ist schaffen.
ich hatte den großen vorsatz, nicht mehr anlaufstelle nr. 1 für alle in problematischen lebenslagen zu sein.....und bekomme nun anrufe von frauen meiner expartner, weil ich´s doch schließlich am besten verstehen würde....(nein, ich versteh gar nix. möcht ich auch nicht. ich möcht´s nicht mal wissen, wenn ich ehrlich bin)
ich hatte geplant diese woche meine tochter und mich pünktlich in schule und arbeit zu bugsieren.
ich war mir sicher, ich würde in zukunft mehr zeit finden um wieder regelmäßig in den sport zu gehen.
ich habe bereits seit wochen vor, dem armen, vernachlässigten fellmonster die krallen zu schneiden, bevor wir irgendwann dazu übergehen können sie zu lackieren und maniküren.
ich kann von glück reden, dass meine pflanzen nicht sprechen können, sonst würden sie mich jeden tag, wenn ich nach hause komme anschreien, weil sie seit tagen kein wasser mehr bekommen haben.
ich war mir sicher, es in zukunft zu schaffen, morgens nicht mehr für alles allein verantwortlich zusein.
ich hatte mir fest vorgenommen verantwortung und kernkompetenzen (ein tolles wort) zukünftig auch abzugeben.
ich muß seit zwei wochen zum autoservice, weil die heizung alles macht, nur nicht mehr heizen.
ich hatte mir vorgenommen, mich über all das und noch viel mehr, nicht mehr zu ärgern, weil auch das zeit und vor allem energie kostet.

und ich stelle fest.....es herrscht akuter mangel an zeit, nerven, geduld und am ende energie.
ja, ja reißt mich nur alle in stücke.
jeder bekommt eins.
ein stück mama, ein stück putzfrau, ein stück hausfrau, ein teil freundin, ein teil eventmanager und -organisator, ein teil ehefrau, ein stück mädchen für alles und alle in jeder lebenslage.

....aber ich bin mir fast sicher, wenn am ende der versuch unternommen wird, diese puzzlestücke wieder zusammenzusetzen....wird ein teil fehlen

Mittwoch, 29. Juli 2009

heilige inquisition mal anders

großer tag heute. seit langer zeit (weil vorher nicht nötig) hatte ich heute mal wieder ein vorstellungsgespräch.
ich mag diese gespräche ja nicht, wie die meisten menschen vermutlich. auch hatte ich eigentlich gar keine große lust dorthin zu gehen. aber der job klang ja so verheißungsvoll praktisch.
praktisch, ja. aber hätte man mir gesagt was mich heute erwartet....ich wäre vermutlich lieber im bett geblieben.


es sei erklärend erwähnt, es handelt sich um einen kleinen, gemütlichen (dachte ich zumindest) 15-stundenjob bei der kirche, derselben kirche die auch für den kiga meiner kinder zuständig ist. nichts aufregendes ansich. mehr zur absicherung, um die restlichen stunden weiterhin freiberuflich tätig zu sein.


ich ging also heute dorthin. brav, ordentlich und adrett anzusehen, wie mr.r. mir versicherte. und kaum war ich dort, empfingen mich zwei herren (der zuständige pfarrer und noch einer aus dem finanzwesen) zum gespräch.

da saß ich also, auf der "besetzungscouch" und sollte rede und antwort stehen.wollt ich ja auch echt gern. hätten sie nur mal fragen bezüglich meiner fachlichen qualifikation gestellt.
stattdessen durfte ich fragen beantworten wie:
"was machen sie denn wenn ihre kinder mal krank werden....? nicht das wir etwas gegen kinder hätten, aber in erster linie sind wir ja auch arbeitgeber, da macht man sich ja schon so seine gedanken" (jaaaa, genau, und ihr seid ja garnicht die träger des kindergartens meiner kinder, eigentlich habt ihr mit meinen kindern ja gaaar nix zu tun und könnt euch auch gar nicht vorstellen, dass mütter es tatsächlich schaffen beruf und kinder unter einen hut zu bekommen)

ich antwortete brav. auch wenn es - das muß ich zugeben - innerlich gekocht hat. ich mag das nicht, dieses vorurteil, mütter mit kindern wären weniger in der lage im job 100% zu geben, als frauen ohne kinder. im gegenteil, zumindest sehe ich das so, mütter sind deutlich geschulter in fähigkeiten wie vielseitigkeit, organisation, verantwortung, multitasking und vorallem: sind mütter deutlich belastbarer...das bringt dieser job ja nun so mit sich.
aber diese herren hatten da scheinbar so ihre zweifel.


und auch sonst waren die mir gestellten fragen sehr eigentümlich, weil vorallem für mich logisch und klar beantwortbar, also eigentlich nicht wirklich einer frage wert. gelegentlich hatte ich den eindruck, ich spreche für ein hohes amt in der kirche, vielleicht auch für einen geschäftsführerposten vor. so getragen und vermeindlich verantwortungsgeladen war dieses fragen- und antwortspiel der beiden herren.
wäre es da nicht viel interessanter gewesen, zu erfahren wie fit ich in sachen buchhaltung, verwaltung etc. bin?
kann man mit fragen zu fiktiv gewählten situationen tatsächlich herausfinden, wie ein mensch sich in in diesen rein fiktiven situationen vielleicht eventuell verhalten wird?
jeder müßte sich doch im klaren sein, dass diese herren am ende zu hören bekommen, was sie hören wollen und es hierbei wohl letztlich nur um die eine fähigkeit geht:
bin ich fähig herauszuhören, was man von mir hören will?


eine dreiviertel stunde hab ich mir also nun diese moderne form der inquisition antun dürfen. mir wurde mitgeteilt, wann die entscheidung fallen würde und wie das weitere prozedere sein wird.
(selbstverständlich die herren, können sie ein polizeiliches führungszeugnis von mir bekommen. auch meine kinder sind sicherlich bereit sich einer kompletten medizinischen untersuchung zu unterziehen, die vielleicht zeigen könnte, dass sie überdurchschnittlich gesund sind, und wenn ich lange genug nachdenke, fällt mir mit sicherheit noch mehr ein, wie sich absichern läßt, dass meine kinder nicht zum störfaktor, ich nur ein minimales betriebsrisiko darstelle und auch überhaupt die beste wahl gewährleistet sein wird)

ganz ehrlich. ich bin nach dieser dreiviertel stunde rausgegangen und war mir absolut nicht sicher, was ich denn sagen würde, käme ein anruf, dass sie mir die stelle anbieten.
hab ich mich ja bereits nach dieser dreiviertel stunde schon annähernd so verstaubt gefühlt, wie es dort vermutlich täglich zugeht.
nein, ich glaube, das wäre nicht der beste platz für mich.

und irgendwie bin ich grad froh. froh darüber, dass das mit dem neuen arbeitsplatz - zumindest im moment - noch nicht so sehr unter den nägeln brennt. so dass ich doch tatsächlich die freiheit und gelassenheit haben kann, bei einem etwaigen anruf der herren, einfach
"nein" sagen zu können.

Donnerstag, 4. Juni 2009

kleine streifen am horizont

ich kann nicht mehr tun, als leise zu flüstern.
gute neuigkeiten sollte man nicht herausschreien, solange sie sich nicht endgültig bewahrheitet haben, heißt es.

also flüstere ich vor mich hin, mit funkelnden, nein strahlenden augen, dass es vielleicht sein könnte, dass ich so mir nichts dir nichts einen neuen, verheißungsvollen, freude machenden job gefunden haben könnte.

nein, ich schreie es nicht laut raus, weil es ja nicht sicher ist, ob gerade ich das glück haben werde, diesen job zu bekommen.
aber ich habe gute fürsprecher, ich habe gute voraussetzungen.
und ich habe die kleine hoffnung auf ein wenig glück.
glück braucht man wohl immer dazu, nicht wahr.

ich sitze an meinem schreibtisch und grinse wie ein honigkuchenpferd, weil die lösung so nah und vor allem so einfach scheint.
mit diesem job, wäre alles andere auch möglich. so wie ich es mir gewünscht und erhofft habe.

nein, ich posaune es nicht groß raus, freue mich im stillen. könnte aber insgeheim platzen.
man sollte bekanntermaßen nicht über ungelegte eier reden,
bringt unglück und so.....also, ich hab nix gesagt.

aber freuen tu ich mich halt und hoffen auch.
das darf man ja, das ist ja nicht verboten.

fest steht: wenn das klappen würde, würde mich das richtig, richtig glücklich machen.

kann die lösung tatsächlich so einfach sein?

Dienstag, 10. März 2009

arbeitslust und -frust

seit zwei tagen wieder zurück aus einer stadt, in der ich am liebsten geblieben und wohnen würde.
london.
immer wieder, immer wieder gern.
überhaupt bin ich im moment vorzugsweise lieber woanders.

liegt vermutlich unter anderem auch daran, dass ich im moment einfach überall lieber bin als zu hause. zumindest erwarten mich außerhalb keine verpflichtungen, ich muß nicht zur arbeit und an diesem speziellen wochenende wollte auch sonst eigentlich niemand was von mir.

ja ich gebe zu, im moment gehe ich nicht sonderlich gern in die arbeit. und würde man mir aktuell einen neuen job anbieten, ich würde ihn sofort nehmen.
zum teil liegt es sicherlich auch daran, dass das projekt langsam aber sicher dem ende entgegen geht, keiner mehr so recht lust hat überhaupt hier zu sein und es mir mittlerweile ähnlich geht.
ich muß mir ja so oder so gedanken machen, was ich als nächstes mit meiner zeit anfange, denn spätestens ende des jahres muß ich hier nur noch sporadisch erscheinen.
aber im moment würde ich - ginge es nach mir - am liebsten gar nicht erscheinen wollen.
gut, dass ich mit einem ausgeprägten pflichtbewußtsein gesegnet bin, so fällt das hier nicht wirklich auf.
nur ich fühle die unzufriedenheit mittlerweile merklich in meinem bauch - und das nervt.
eigentlich schade, denn es gab mal eine zeit, da wäre ich ins büro gekommen für weit weniger geld als ich bekommen habe, heute aber, müßte man mir noch weit mehr zahlen, dass ich auch weiterhin kommen möchte.

nun gut, sollte also jemand einen netten kleinen job im office-management-bereich für mich wissen - vorzugsweise halbtags - nur her damit.
im moment glaube ich, wäre ich bereit so ziemlich (fast) alles zu machen, was ein klein wenig mehr abwechslung und einen hauch mehr anerkennung bringt als das was ich im moment hier absolviere.
und bis dahin tröste ich mich vermutlich am besten mit dem gedanken, dass es heutzutage immernoch besser ist diesen, als überhaupt keinen job mehr zu haben.
wenn auch nur ein schwacher trost.....

Freitag, 27. Februar 2009

drei affen

so. noch einen termin und noch ein paar stunden arbeiten dann verabschiede ich mich in ein wochenende der ruhe.
zwei tage bei muttern und an nix denken, nichts tun müssen und keiner der was will.

ich denke ich habe diese woche entschieden zuviel gearbeitet.
auf über 50 stunden (pausen nicht eingerechnet) reine bürozeit + ungezählte familienzeit komme ich und stelle fest: zuviel.
gerechnet auf die letzten wochen, in denen ich zusätzlich noch als haus- und hofsklave und nachtwächter der familie gehalten wurde, merke ich nun einfach wie der saft ausgeht.

nun gönne ich mir also 48 stunden der ruhe und abstinenz und hoffe hierbei meine leeren batterien ein wenig auftanken zu können. (hierbei werde ich es wie die drei affen halten: nichts sehen, nichts hören, nichts sagen)
sonst, so fürchte ich, wird es nächste woche wirklich eng mit der energie.
zappenduster.

manch einer mag vielleicht an dieser stelle nicht verstehen wovon ich spreche, sich vielleicht denken, was will die olle, das mach ich doch alles mit links.
ja, dann macht mal und seht ob es wirklich lustig ist, nach elf stunden reiner arbeitszeit abends nach hause zu kommen und als erstes von der tochter angeblafft zu werden, weil das kuscheltier nicht auffindbar ist. geht anschließend noch mit dem hund um den block, dem es schlicht egal ist ob es draußen regnet oder nicht und findet danach noch zeit und energie euch mit den befindlichkeiten und wünschen der restlichen mitbewohner auseinanderzusetzen.
ach und ich vergaß: und bei all dem bitte, noch ein freundliches ach-ist-die-welt-doch-schön-dauer-lächeln auf den lippen, jaja, das will schon sein.

nein, ich kann es jedenfalls im moment nicht mehr.
deshalb: auszeit.

in diesem sinne: wünsche ich ein wunderbares wochenende.

Montag, 23. Februar 2009

kleine, runde freuden am arbeitsplatz

manchmal können kleine dinge auch ganz groß sein.
wie z.b. der herrliche (und vor allem superfrische) und leckere krapfen, der hier vor mir steht.
quasi aus dem nichts aufgetaucht, gebracht von einem lieben kollegen, der scheinbar gedanken lesen konnte (genau dieses kleine, runde ding hat es nämlich in diesem moment dringend gebraucht).
und was ich am tollsten finde:
irgendwie hat er sich wohl mal gemerkt, dass ich am liebsten krapfen mit roter füllung mag (die mit schnöder aprikosenfüllung verschmähe ich) und mir genau ebendiesen vor die nase gestellt.
(ist hier ja fast schon irgendwie ein bisschen wie verheiratet sein....)

völlig egal, dass ich gerade vor einer halben stunde zwei salamisemmeln hatte, so ein krapfen passt allemal noch rein.

und schade, hab keine kamera zur hand, sonst würde ich euch teilhaben lassen, aber so ähnlich wie dieser

sieht er aus
(naja, wenn ich ehrlich bin: hat er so ausgesehen, jetzt ist er nämlich schon weg)
und irgendwie machen solch kleine, scheinbar (aber eben nur scheinbar) belanglose geschenke, den tag wieder ein wenig runder und fröhlicher.
ja, manchmal geht es auch ganz leicht, mich glücklich zu machen!

Dienstag, 17. Februar 2009

schwester, bitte kommen.....

das hamsterrad dreht sich gemütlich weiter.

was eigentlich ein schönes wochenende auf 2000 meter höhe mitten im schnee hätte werden sollen, wurde zum persönlichen waterloo von mr. r. und mir.

mr. r. wollte scheinbar auch unbedingt bekanntschaft mit der zahnfee machen und ließ sich kurzerhand freitagfrüh einen seiner beißerchen entfernen.
naja, entfernen ist nicht der richtige ausdruck, rausreissen trifft es wohl eher.
so kam es wie es kommen mußte. an eine reise nach laax in der schweiz war nun wirklich nicht mehr zu denken und so sank mr. r. erschöpft und leidend (wie die männer nunmal so sind) auf die couch.
schwester roo (meinereiner) kam nun abwechselnd mit kamilletee (zum spülen wie auch trinken), suppe (per strohhalm eingenommen, mit kleinen sternen als einlage, die auch durch selbigen passten), mit guten worten als durchhalteparole, wenn die schmerzen überhand nahmen, mit beuteln von eiswürfeln zum kühlen und mit gelegentlichen mitleidvollen blicken.

so verging das wochenende, wobei ich zumindest anmerken möchte: auch wenn mr. r. sich recht tapfer gab, war er ECHT anstrengend.
mr. r. eignet sich nicht wirklich zum pflegen, weil er letztlich selbst nicht so genau weiß, ob er nun umsorgt oder doch lieber einfach nur in ruhe gelassen werden möchte.

da stand ich also mit einem gehandicapten mann und einem kinderfreien wochenende.
nun gut, wir haben´s überstanden.
(und mehr sollte an dieser stelle dazu auch nicht mehr gesagt werden, is besser so...)

aber als ob unser heimisches krankenhaus nicht schon überstrapaziert genug wäre, ging die pflegestation montagmorgen gleich in die zweite runde.

meine tochter wurde von ihrem leiblichen vater nach hause gebracht. schlapp, mit fieber und - ja wir freuen uns sehr - mit rotaviren.
scheißeansteckend - im wahrsten sinne des wortes - und nicht wirklich witzig.
sie ißt nicht, trinkt nicht und ist ziemlich schlecht gelaunt.
(tja, da hätte sie sich am wochenende in guter gesellschaft befunden, die beiden hätten sich sicher prima verstanden, gemeinsam auf der couch)
die kleine hält sich aber tapfer. schläft zum glück viel und regeneriert dadurch hoffentlich ein wenig.
ich lese mir stunde um stunde den mund fusselig, damit sie ein wenig auf andere gedanken kommt und freue mich auch ein klein wenig,
weil wir beide nun einfach mal gezwungen sind, viel zeit für- und miteinander zu haben.

nun also den krankenhausapparat erneut in bewegung setzen.
in der arbeit bescheid geben, dass ich mindestens diese komplette woche ausfalle (sofern ich glück habe und meinem sohn und mir der virus erspart bleibt), für arbeitsersatz sorgen - als freiberuflerin sollte man auf solche eventualitäten immer gefaßt sein, mich gründlich ärgern und mir ein wenig sorgen machen, weil gerade einige wichtige euronen den bach runterschippern,
und dann weiter im text und den job als krankenschwester wieder aufnehmen.

nun, routine hab ich ja jetzt.
aber ich bin mir sicher und fürchte:
das wird ne echt fiese woche.


p.s.
könnte bitte jemand vorbeikommen und die meterdicke schneeschicht von meinem balkon entfernen,
die sonne endlich wieder einschalten,
die blumenkästen neu bepflanzen
und mir endlich
meinen sommer wiedergeben?
langsam find ich winter einfach nur noch doof!

p.p.s.
aber da letztlich alles etwas gutes hat, hier die überaus erfreuliche nachricht:
wir konnten die viele zeit auf der couch nutzen und haben endlich eine wunderbare reiseroute für unsere flitterwochen festgelegt

venedig - rom - neapel (mit amalfiküste)- sizilien - gardasee

oh, da wird´s mir richtig warm ums herz, wenn ich nur dran denke.
ja, scheinbar hat sogar zähneziehen irgendwie noch was gutes.

Dienstag, 27. Januar 2009

mütterfreuden

hab heute für meinen kleinen neffen einen heißersehnten wunsch erfüllt und bei amazon einen niegelnagelneuen nintendo ds lite in schwarz bestellt.

ich bin ja durchaus froh, dass meine tochter bereits stolze besitzerin desselben (allerdings in pink, was sonst) ist, sonst hätte ich mir vermutlich ähnlich schwer getan wie meine schwester, die von tuten und blasen (zumindest was das thema nintendo & co betrifft) keine ahnung hat.

generalstabsmäßig geplant, hatte ich meine tochter auf meinen neffen angesetzt, um herauszufinden welche farbe das teil haben soll und vor allem, welches spiel dazu gewünscht wird.
war allerdings nicht so einfach, da ich den wunsch meines neffen, aus all den vorschlägen die meine tochter machte (hello kitty, lillifee, tierarztpraxis etc.) rausfiltern mußte. als ich allerdings dann "mario kart" hörte war klar, das ist nun tatsächlich sein wunsch.

ebenfalls schwierig war es allerdings, rauszufinden, wo nun eigentlich der unterschied besteht, zwischen einem nintendo ds und einem nintendo ds lite.
ja, solche sachen muß man schon wissen, denn nichts ist schlimmer als das lange, enttäuschte gesicht eines vorpubertierenden jungen, der nicht das zum geburtstag bekommt, was er sich eigentlich gewünscht hat.
letztlich hab ich mich für die lite variante entschieden, da mehrere statements im internet versicherten, dass das die neuere und letztlich besser variante ist. (vielleicht sollte ich selbige statements noch ausdrucken und beilegen, sollte ich ihn doch von der lite-variante überzeugen müssen).

und weil ich grad im netz war, hab ich auch noch nach einem tiger-kostüm für meinen sohn gesucht, denn selbst er - mit seinen nicht ganz drei jahren - hat schon sehr genaue vorstellungen davon, was er will und vor allem was er nicht will.
als ich aber feststellen mußte, dass ich für selbiges kostüm knapp 50 euro hinblättern müßte, zog ich die alternativvariante vor, zückte mein telefon und mußte nur ein telefonat führen um selbiges kostüm für lau für ein paar tage leihen zu können.
tja, man muß nur wissen wo und wie man die sachen alternativ beschaffen kann.....

da lohnt es sich hin und wieder eben doch mutter zu sein.
man weiß und erfährt so manches, was man für den (kinder-)alltag benötigen kann. hat zugriff auf resourcen die man sonst nicht hätte und kann erfahrungen teilen, die man aber eigentlich am liebsten gar nicht erst machen würde.

anschließend organisierte ich dann noch die anlieferung und den abtransport meiner tochter zu ihrem skikurs, evtl. verpflegung und sonstige notwendigkeiten hierfür.
instruierte unsren babysitter dass er noch sämtliche zutaten für die abendlichen pfannkuchen besorgen müsse und (auch gegen allen eventuellen protest der kinder) beide baden und haare waschen solle.
erkundigte mich bei meinem vater nach seinem und dem befinden meiner oma und ebenfalls anschließend nach dem befinden meiner ex-schwiegermutter (ich weiß ja schließlich was sich gehört)
wickelte noch eine abendessen- und eine kaffeeeinladung ab, mit allen nötigen zugehörigen eckdaten
und zuletzt hatte ich noch den liebeskummer einer guten freundin zu verarzten.

ach ich vergaß, und ganz nebenbei erledige ich dann auch noch meine arbeit hier im büro....
mittlerweile verstehe ich, warum frauen (und mütter insbesondere) multitaskingfähig sein müssen.
ja, es gibt nichts, was wir nicht können müssen.
und (fast) nichts, um das wir uns nicht kümmern müssen.


p.s.
und dass ich gerade auch noch ein einstündiges "therapiegespräch" mit meinem exmann über seine befindlichkeiten, seine beziehung, seine freundin und sein leben geführt habe, läßt mich irgendwie im moment ein wenig den kopf schütteln über die dinge meines lebens.....hab ich gerade tatsächlich partei für sie ergriffen? ihm den einen oder anderen guten rat erteilt? um verständnis für sie geworben?
ein einstündiges gespräch und das gänzlich ohne ärger, streit, vorwürfe und allem voran missverständnisse......?!?
was ist nur los in dieser, meiner welt?!?

Mittwoch, 14. Januar 2009

die wahrheit kommt ans licht

irgendwie hatte ich´s ja geahnt.
die letzten tage ist mir schon aufgefallen, dass scheinbar was anders ist, nur was, war mir nicht recht klar.

vermehrt kamen meine kollegen vorbei. sei´s um einen kleinen plausch zu halten, sei es um gemeinsam eine zigarette zu rauchen oder aber um zusammen mittagessen zu gehen.
auch vorher ist das öfter passiert, allerdings in bedeutend geringerem maße wie das in den letzten tagen passiert.
natürlich freue ich mich über gesellschaft und ansprache. wenngleich ich ja hin und wieder auch arbeiten sollte...
nachdem aber nun mittlerweile auch kollegen hier vorbeischauen, mit denen ich sonst recht wenig zu tun habe und mit mir ein schwätzchen halten wollen, bin ich schon ein wenig stutzig geworden.
ist ja nicht so, dass hier gerade arbeitsflaute wäre und nix zu tun oder so, ganz im gegenteil.
aber scheinbar wird mein büro hier gerade zum dreh- und angelpunkt des hauses und ich zum alleinunterhalter der firma.

nun hab ich mich mal auf die suche nach dem grund und anlaß gemacht und bin letztlich fündig geworden.
erschreckend, was da ans tageslicht kam:

da bin ich doch tatsächlich, quasi über nacht, zur quotenfrau geworden.
ja, nix mehr mit kolleginnen oder so.
außer mir weit und breit keine weitere frau mehr am projekt beteiligt.
ich hätte es wissen müssen, spätestens aufgrund der tatsache, dass seit tagen in der kaffeeküche keiner die spülmaschine mehr ausgeräumt hat (ganz offensichtlich in augen der kollegen eine reine frauenarbeit - aber nix da, ich räum die schon aus prinzip nich aus!).

gut, jetzt könnt ich mich freuen, weil ich z.b. ein klo für mich ganz allein hab....aber was hat man schon davon, außer dass ich mich dort im zweifelsfall verstecken könnte?
ganz im gegenteil, ich empfinde diese zweifelhafte ehre die einzige frau im hause zu sein eher als unangenehm. bedeutet das im detail betrachtet z.b., dass ich termine wahrnehmen muß, wie unser neujahresessen übernächste woche, vor dem ich mich regelmäßig drücke, jetzt aber verdonnert wurde, weil sonst ja überhaupt keine weibliche unterstützung wäre (ha, ha, super sag ich).
und die tatsache, dass scheinbar jeder kollege hier, mindestens einmal am tag weibliche ansprache benötigt macht mich auch nicht wirklich glücklich (vorallem wirft es für mich die frage auf, warum sie nicht mit ihren eigenen frauen zu hause reden und mir dafür ein wenig mehr ruhe gönnen....aber ich fürchte, auch auf diese frage, kenne ich die antwort bereits).

ja nun, ich kann es im moment nicht wirklich ändern, aber ich merke bereits,
ich fange an häufiger mal die tatsache meiner hochzeit im sommer zu erwähnen.
und gelegentlich schleiche ich mich dann doch mal in "mein" klo, nur so, um in den spiegel zu sehen, ob da nicht vielleicht doch irgendwann ein schild auf meiner stirn erscheint mit der aufschrift:
"freiwild"

man kann ja nie wissen......

Montag, 12. Januar 2009

heul doch

manchmal, aber nur manchmal, stehe ich morgens bereits mit dem gefühl auf, dass es besser wäre im bett zu bleiben.
zur zeit geht mir das allerdings fast täglich so.
ich schlafe schlecht, weil mich wahlweise mein mann aller männer mit seinem schnarchen wachhält oder alternativ mein kleiner mann mal wieder aus dem bett geplumpst ist, die decke verloren oder einfach nur sehnsucht hat.
mein urlaub ist gerade mal eine woche her und mein innerstes schreit lauter denn je nach urlaub, sonne, meer und allem voran ruhe.

irgendwas mache ich falsch, die letzten tage, fürchte ich.
aber es herrschen im moment auch erschwerte bedingungen.
mein kleiner sonnenschein-sohn entpuppt sich als geduschter-mitternächtlichgefütterter-gremlin und ist mittlerweile zur kompletten dauer-gewitterwolke mutiert.
egal was, egal wo und egal wie, er hat überall was zu meckern, zu schreien und zu heulen.
und wenn ich ihm gerade mal keine aufmerksamkeit schenken muß, kann ich sicher sein, dass jemand anders aus der familie die chance nutzt und an der anderen seite anfängt an mir zu ziehen und zu zerren.
eigentlich hatte ich schon längere zeit nicht mehr das gefühl von "kofferpacken und ganz schnell weg hier", aber die letzten tage erscheint mir diese option als die verführerischte von allen.

und nun, zu allem überfluß, sitze ich hier an meinem büroschreibtisch und wünschte mich wer weiß wohin, aber in jedem fall: weg!
es scheint ich habe das arbeiten schlicht verlernt, vergessen was ich den ganzen tag hier so tun soll (nein eigentlich weiß ich nur zu gut, was ich zu tun hätte....mag aber nicht!)

ich fürchte, sie hat mich eingeholt, meine kleine winterdepression, der ich seit wochen großflächig aus dem weg gehe. da hab ich mal nicht aufgepasst und schwups hat sie zugeschnappt.
ich denke ich bin einfach nicht gemacht für kälte, schnee und all den kram. ich bin und bleibe ein sonnenkind und als solches fühle ich mich zu dieser jahreszeit einfach nicht wohl, punkt.
aber wirklich weiter bringt mich diese erkenntnis im moment nun auch nicht und so schleppe ich mich halt heute durch den tag, zähle stunden, erledige lästige arbeit und genieße die einzige freude des tages:
heute brüllt mir niemand mehr ins ohr oder hängt schluchzend an meinem hosenbein. niemand wird über das abendessen meckern oder über die bettgehzeit mit mir diskutieren wollen.
heute, erledigt diesen undankbaren job ein anderer
und dafür bin ich mehr als dankbar.....

und jetzt,
hol ich mir nen frischen kaffee, geh noch eine rauchen
und
freu mich zumindest darüber und über die heutige ruhe.

na, geht doch!

Mittwoch, 3. Dezember 2008

feenzauber


mir platzt fast der kopf heute morgen.
wie immer in den letzten tagen, schlecht geschlafen und vor allem: zu wenig.
aus rücksicht auf den - besten, aber ebenfalls kranken - mann an meiner seite, mit geschossenem fenster geschlafen und deshalb auf das morgendliche kuscheln mit meinem sohn verzichten müssen, da der mit der bemerkung ablehnte: "du bist so heiß mami" (gemeint war gefühlte körpertemperatur, alle anderen derartigen bemerkungen kommen sonst von meinem mann)
wer mich kennt, erahnt bereits, dass ich ein aufwachen auf diese art nicht unbedingt bevorzuge und mein tag hierdurch nicht wirklich besser wird.

nächste hiobsbotschaft: der hund läuft auf drei beinen, und weil nicht daran gewöhnt neigt er zu starkem kippen auf eine seite. (mit fortgeschrittenem alter und dauerarthrose kann sowas schon mal passieren)
fünf stockwerke selber laufen sind da nicht drin und trotz eiserner diät wiegt mein lieblingsköter einfach zuviel um ihn die treppe runterzubringen. mann aller männer mußte ran, obwohl selbst krank und nur auf 50% laufend, brachte er das knapp 30 kilopaket nach unten.
man kann sich vermutlich vorstellen, dass solche außergewöhnlichen maßnahmen spuren im morgendlichen ablauf hinterlassen. dennoch, wir waren gut und kamen trotzdem weitgehend ohne streß an unsere morgendlichen bestimmungsorte.

nun sitze ich an meinem schreibtisch. immernoch mit gefühlter körpertemperatur von ca. 40°C und einem kopf, der sich mehr nach wasserkopf, als meinem anfühlt.
im moment schwirrt mir nur ein satz im kopf herum (so aberwitzig er auch sein mag):
mein rechter, rechter platz ist frei.....da wünsch ich mir mein bett herbei.
stattdessen türmt sich links und rechts von mir die arbeit und ich weiß genau, dass auch heute wieder nur ein bruchteil des pensums zu schaffen ist, das eigentlich erforderlich wäre.

gott sei dank dürfen wir den nachmittag bei einer lieben freundin verbringen, meist umsorgt mit kaffee und keksen und ein wenig entspannung, da ich nicht permanent als entertainmenthäschen agieren muß.
und wie durch ein wunder, bietet der metzger- und imbissverkäufer meines vertrauens genau heute schinkennudeln (von meinen kindern zum abendessen gewünscht) an, so dass ich ein wenig mogeln und mittags einfach vier portionen einpacken lassen werde um sie abends als mein eigenes werk zu verkaufen.
ja, wer sich in schwierigen situationen nicht zu helfen weiß, der ist verloren......

heute - dringender denn je - wünsche ich mir eine gute fee.
und ich hätte nur einen wunsch zu äußern:
laß diesen tag an mir vorrübergehen. schnell.


Dienstag, 25. November 2008

worte und taten, oder.....von nix, kommt nix


gestern hatte ich ein längeres gespräch mit meinem projektleiter, chef, auftraggeber - nennen wir es wie wir wollen - mit dem menschen, der mir hier in diesem laden noch am ehesten was zu sagen hat.
er kam auf mich zu, ursprünglich um meinen stundensatz neu zu verhandeln, letztlich aber wohl eher, um mit mir über die momentane situation zu sprechen.

die momentane situation ist - wie soll ich es beschreiben - eher desolat.
zu viel arbeit, für zu wenig mitarbeiter. steigende unzufriedenheit der mitarbeiter mit zunehmender ignoranz des arbeitgebers. eine normale arbeitssituation also, müßte man meinen.

aber da es ja nun so ist, dass nicht jeder wild auf streß, mit anschließendem magengeschwür ist. die wenigsten von uns nicht schon irgendwie mit der burnout-symptomatik konfrontiert worden sind und allen langsam aber sicher die puste ausgeht, war es wohl aus seiner sicht an der zeit, ein "motivierendes" gespräch zu führen.

der anfang wurde bei mir gemacht.
mit mir, der "guten seele des ladens" wie er es immer so schön formuliert.
naja, ich gebe zu, ich weiß viel von dem, was hier so vor sich geht (und manchmal sogar mehr als mir lieb ist). zu mir kommen die leute, kotzen sich aus, verraten mir geheimnisse, spielen stille post, holen sich den einen oder anderen rat oder lediglich ein paar gummibärchen aus meiner schublade und ziehen anschließend von dannen.
aber er kam allem voran deshalb zu mir, weil er wußte, wie es momentan um meine position steht. wie ungern ich im moment hierher komme, meine arbeit mache und wie froh ich oftmals bin, wieder nach hause zu gehen.
es gab eine zeit, in der ich für deutlich weniger geld hier gearbeitet hätte, weil ich spaß daran hatte, weil das was ich mache - und ich mache meinen job gut, so finde ich zumindest - anerkannt und honoriert wurde.
aktuell, kann man mir gar nicht genug zahlen, dass ich bleibe, im moment würde ich am liebsten hinschmeißen.
mehrmals schon, habe ich aus verantwortung und pflichtgefühl andere jobs abgelehnt. ich hab meinen vertrag bis mitte nächsten jahres, also ziehe ich das durch, hab ich gedacht.
aber ich merke auch, es fällt von tag zu tag schwerer.

also bat mein chef zum gespräch.
eine ganze stunde nahm er sich zeit - seltenheit in diesen tagen.
und es ging tatsächlich zur sache - verbal versteht sich - und ich konnte ehrlich sein, sagen was mich stört und ärgert, den dingen ein wenig luft verschaffen.
ob es hilft, ich weiß es nicht. im moment bin ich noch ein wenig unschlüssig, wenn ich ehrlich bin.

ich weiß, dass es meinem chef sehr wichtig ist, dass ich bleibe.
ich weiß auch, dass es ihm - aus irgendeinem grund - wichtig ist, weit über das normale arbeitsverhältnis hinaus. er war es schließlich, der darum gekämpft hatte, dass ich, und ausschließlich ich, diesen vertrag bekomme.
eine kleine ahnung davon, was ich bedeute bekam ich gestern, als er meinte:
"wir brauchen dich doch hier. dich und deine gute laune. geht es dir gut, hast du gute laune, haben die hier alle....du überträgst das, du bist hier der dreh- und angelpunkt".
starke worte, wie ich finde. besonders aus dem mund eines vorgesetzten.
und zumindest kurzzeitig beeindruckend.

aber,
ich bin nicht blond.
und die letzten wochen haben ein etwas anderes bild abgegeben, als das, was gestern formuliert wurde.
und ich denke,
wenn den worten keine taten folgen
werden sie wohl auf mich verzichten müssen.

dennoch,
ich bin fair,
für die gute-laune-nachfolge wäre hiermit:




gesorgt.

Dienstag, 28. Oktober 2008

curiosity killed the cat

heute haben mein arbeitskollege und ich so gar keine lust zu arbeiten.
also gab es vorhin die spaßige aktion: unser büro soll schöner werden.....

da keiner von uns lust hatte hübsche bilder zu malen, haben wir uns einfach ein paar fotos von unserem letzten wiesn-happening geschnappt und ausgedruckt.
quer im büro verteilt und aufgehängt sind sie nun interessanter blickfang und grund genug zu erheiterung.

ich selbst habe den anlaß genutzt und ein bild von meinem "besten mann der welt" ausgedruckt und zusammen mit einigen bildern meiner kinder neben meinen schreibtisch gehängt.

irgendwie blieb diese aktion nicht lange verborgen und der eine oder andere kollege kam vorbei um sich ebenfalls über die bilder zu amüsieren.
von diesem trubel angezogen, war auch unsere projektleiter (der gegenseite) recht schnell gast und ausstellungsbewunderer.
der neid - dem wiesn-happening nicht beigewohnt zu haben - war deutlich sichtbar.....
während er sich noch die bilder ansah, mußte ich schnell was erledigen und kam erst später wieder dazu.

als mein kollege und ich dann wieder allein waren, erzählte er mir, dass mr. projektleiter relativ schnell und sehr zielstrebig auf die bilder an meinem schreibtisch übergegangen ist und sich offenbar die frage
"wer ist denn der mann neben ihr" nicht verkneifen konnte.
mein kollege antwortete wahrheitsgemäß und aufgrund seiner erzählung bin ich fast ein wenig traurig nicht dabei gewesen zu sein.....der blickvon mr. projektleiter muß einmalig gewesen sein....schade!

tja, scheinbar ist es ein großer unterschied von einem menschen zu wissen, oder ihn dann tatsächlich - und wenn nur auf einem foto - zu gesicht zu bekommen.
wer weiß, welch illusionen dabei wohl zerstört worden sind.
aber ich war ehrlich.....ich habe nie verheimlicht, dass ich einen ausgesprochen attraktiven mann an meiner seite weiß.
aber männer neigen vermutlich immer ein wenig dazu - vermeindliche - konkurrenz schon aus prinzip zu schmälern oder am besten gleich zu ignorieren.

ja,
auch ich habe ein privatleben. auch wenn das hier scheinbar kaum jemand für möglich hält, oder aber einfach ignorieren und nicht wissen will.

ob ich wohl nun in zukunft allein mittagessen gehen muß....jetzt da allgemein bekannt geworden ist, wie groß die konkurrenz tatsächlich ist?
ist schon interessant, wie eigenwillig und merkwürdig verheiratete bzw. liierte männer manchmal reagieren können.
fast, als würden sie ihr privatleben abstreifen, kaum dass sie ihr büro betreten.....

ich fange ein wenig an, darüber nachzudenken, ob mein mann auch zu dieser kategorie mann gehören könnte...ob ich wohl in seiner arbeit auch existent bin?
oder wäre es geschäftsschädigend, wenn die diversen damen wind davon bekommen würden, dass mehr als anhimmeln und stille bewunderung nicht drin ist?

nein,
ich möchte einfach daran glauben, dass mein mann einer der wenigen, anderen ist, der mit recht und stolz behauptet ein privatleben zu haben und damit auch noch gerne lebt.
alles andere würde meine illusion nur zerstören....