Montag, 31. August 2009

der telenovela zweiter teil

wie manche wissen, haben mr.r. und ich uns für flitterwochen in mehreren etappen entschieden. kurzform:
gardasee - venedig - rom - amalfi-küste - sizilien.

hätte man mir vorher gesagt, dass das ganze ein klein wenig anstrengend werden könnte, hätte ich das natürlich weit von mir gewiesen. hatten mr.r. und ich ja bereits bei der planung mächtig viel spaß.
und auch jetzt noch würde ich sagen, dass das ganze unterfangen wirklich gelungen war, allerdings mit der einschränkung, dass ich die eine oder andere strecke dann doch lieber per flugzeug hinter mich gebracht hätte.
nun gut.

mr.r. und ich fuhren also kurz nach der "vermählung" und anschließenden kleinen, feinen feier los.
wider erwarten kein stau auf der autobahn und alles in allem im geplanten zeitrahmen gut am gardasee angekommen.
dass auf unseren "freund" alessandro nicht wirklich verlaß ist, war irgendwie vorherzusehen, so dass wir natürlich erstmal keinen platz in unserem lieblingsrestaurant bekommen haben.
als aber der besitzer mr.r.´s flehentlichen blick gesehen und die bemerkung "wir haben doch heute geheiratet" vernommen hatte, ging das mit dem tisch mit blick auf den see dann doch recht schnell.

gepaart mit einer perfekten ich-wünsch-mir-was-sternschnuppe, hätte der abend kaum schöner sein können.
ja....wenn engel reisen.....
und so sollte eigentlich auch (fast) die ganze reise verlaufen.

(nein, bemerkungen zur hochzeitsnacht wird es an dieser stelle nicht geben.....aber dennoch sei nochmals "agent provocateur" herzlichst gedankt)

morgens ging es weiter nach venedig.
ich kann nur sagen, ein besseres hotel hätten wir kaum finden können. mit eigenem kleinen innenhof nur für uns, wunderbarer dachterrasse mit blick auf den canale grande hätte es kaum schöner sein können.
zu venedig muß ich wohl kaum ein wort verlieren. diese stadt spricht ja bekanntermaßen für sich und bedarf keiner weiteren beschreibung.




(aussicht vom hotel)

nach zwei tagen ließen wir venedig hinter uns. spannend wurde nun die frage, ob all unser gepäck wohl noch im auto in der garage zu finden sein würde, wenn wir zurückkehren.
mr.r. hatte sich diesbezüglich ein wenig sorgen gemacht.
allerdings unbegründet, wie sich herausstellen sollte.
die fahrt nach rom ist zwar kurz, aber dennoch langwierig, wenn man sich mit einem strom weiterer touristen die straße teilen muß.
und vorweg sei erwähnt, ich bin kein großer romfan, werde es vermutlich auch nicht mehr werden.
zu groß, zu laut, zu stickig.
aber es war mr.r.´s wunsch und dem kam ich deshalb gerne nach.
perfekt organisiert wie mr.r. ist, hatten wir für den nächsten morgen bereits eintrittskarten für das vatikanmuseum. ebenfalls ein großer wunsch mr.r.´s und im nachhinein betrachtet eine gute wahl, weil es dort wenigstens kühl war.
ja, man hätte es wissen können, dass rom um diese jahreszeit ein klein wenig heiß sein würde.
wir waren an diesem tag brave touristen. waren überall wo man hin mußte.
leider waren alle anderen auch schon da, da konnte es dann schon mal ein klein wenig eng werden.
den trevi-brunnen mußten wir uns hart erkämpfen und wie man auf dem foto vielleicht erahnen kann, hatte ich in diesem moment mehr augen für unseren fotografen als für meinen mann - allem voran aus sorge, dass ersterer jeden moment mitsamt meinem fotoapparat das weite suchen könnte.....




auch hier in rom blieben wir zwei tage.
aber wie erwähnt, ist rom nicht meine herzensstadt - im gegensatz zu venedig - so dass ich mir ein wenig schwerer tat mich hier wirklich wohl und heimisch zu fühlen.
wenngleich ich zugeben muß, im urlaub kaum besser als dort gegessen zu haben.

besonderes highlight in diesen tagen: mr.r.´s ganz spezielle begegnung mit einem geldtransporter.
der transporter hat am ende gewonnen, mr.r. verloren und der große gewinn war eine beule am rechten kotflügel.

ja, wir sammeln ganz spezielle souvenirs in diesem urlaub.....

und nach zwei tagen hatten wir es dann tatsächlich auch wieder geschafft, nach einigen mühen, die wegweiser zur autobahn zu finden und machten uns weiter auf den weg an die amalfi-küste.

aber hätte man mir vorher gesagt, was mich auf dieser fahrt erwartet....ich wäre vermutlich dann doch lieber in rom geblieben............

Freitag, 28. August 2009

der telenovela erster teil

wie versprochen und der reihe nach.....

vorab muß vielleicht aber noch das eine oder andere detail erklärt werden:

nachdem mr.r. und ich uns entschlossen hatten unsere welt ein klein wenig auf den kopf zu stellen, mußten wir recht schnell feststellen, dass sich theorie und wirklichkeit dann oftmals nicht ganz vereinbaren lassen.
wo zu anfang ein mittelgroßes fest geplant war (inklusive eines bereits bestellten und bezahlten weißen kleides) wurde im laufe der planung eine völlig andere szenerie entworfen.
am ende der planung standen mr.r. und ich mit unseren beiden trauzeugen vor der standesbeamtin und waren glücklich.....

nun aber der reihe nach:
da mr.r. und ich uns letztlich für eine kleine zeremonie entschlossen hatten, fuhren meine trauzeugin und ich - nach ausführlicher "pimp-the-bride-zeremonie" und inklusive eines etwas erhöhten morgendlichen proseccopegels zur beruhigung - zum standesamt.
der proseccopegel hat nicht wirklich geholfen muß ich zugeben und so kamen mir die minuten bis zum beginn des events eher wie stunden vor.
mr.r. wartete bereits - das hatte meine trauzeugin mit einem blick um die ecke bereits herausgefunden. das war auch wichtig, wünschte ich mir doch, wenigstens an meinem hochzeitstag nicht auf mr.r. warten zu müssen.
auch mr.r. wirkte ein klein wenig nervös - was er aber wie üblich mit seiner gewohnt lässigen art zu kaschieren suchte (vergeblich).
nun, da standen wir nun. die trauzeugen, der fotograf und wir beiden, die hauptpersonen.

wer schon mal eine zeremonie auf dem standesamt mit erlebt hat, weiß, dass das ansich eine eher nüchterne und vorallem schnelle angelegenheit ist. aber trotzdem habe ich diesen moment als so liebevoll und romantisch erlebt, das mir der rest eigentlich einerlei war.
mr.r. hatte sogar ein klein wenig mühe sein pipi in den augen zu verheimlichen und so wurde der kurze moment zu einem sehr unvergesslichen....

anschließend gab es weiteren prosecco auf der terrasse und man merkte deutlich, dass alle um einiges entspannter waren.
beim nachfolgenden fototermin auf einem nahegelegenen spielplatz hatten wir wohl sogar mehr spaß, als die diversen kinder die dort spielten.

danach ging´s ab ins cafe. in unser lieblingsfrühstückscafe mariandl und dort erwarteten uns schon (fast) alle unserer eingeladenen freunde.
nur die wichtigsten und engsten waren eingeladen.
diese einladung war wie folgt ausgesprochen: "wenn ihr also am 08.08. zufällig im mariandl frühstückt und wir uns dort zufällig treffen, weil wir dort ebenfalls zufällig nach der hochzeit sein werden, dann freuen wir uns"
letztlich ging es nur darum, dass sich niemand auf den schlips getreten fühlen kann, weil ja alle zufällig dort waren.....
zugegeben, es gab ein paar familienmitglieder, deren schlips wohl trotzdem ein paar fußspuren aufwies....aber damit mußten wir wohl leben.

es sollte unser tag, unser moment sein. ohne rücksicht nehmen zu müssen auf etwaige befindlichkeiten und ansprüche. wir sollten im mittelpunkt der emotionen stehen, denn nur wir würden und werden uns auch noch in zehn oder zwanzig jahren an diesen tag erinnern.

es war wunderschön. super entspannt und einfach nur nett und lustig.
es waren alle wichtigen menschen gekommen um sich mit uns zu freuen.

und nachdem alle gegessen hatten und es langsam nachmittag wurde, machten mr.r. und ich uns auf den weg zu unserer hochzeitsreise.....oder anders:
da erst, begann das eigentliche abenteuer.......








..........dazu bald mehr!
und bis dahin zumindest ein kleiner fotografischer eindruck.

Dienstag, 25. August 2009

aller fragen antwort


....das hier, muß erstmal als vorläufige antwort genügen.
wenn ich die wäscheberge der letzten 16 tage bewältigt habe - was ich als brave mrs. r. nun ja tun sollte....gibt es einen ausführlichen bericht.....und glaubt mir, da gibt´s aber eine menge zu erzählen.....

Mittwoch, 5. August 2009

da waren´s nur noch drei

zugegeben, im moment ist das hier ganz vielleicht ein klein wenig "countdownlastig". aber is ja bald vorbei....drei tage noch, dreimal schlafen und dann.....is a ruh!

heute morgen wurde ich von mr.r. (außer mit kaffee) mit den geflüsterten worten in meinen ohren geweckt: "noch drei tage schatz"
na....da zählt doch heimlich jemand mit. jemand, der mir immer glauben machen möchte "ois easy schatz" jaaa, gaaanz easy. aber heimlich mitzählen und sich doch bissi freuen, hm?

na, freuen darf und sollte man sich auch, find ich schon. aber mr.r. - ganz macho - darf das halt nicht so offen zeigen. mr.r. muß mich immernoch glauben machen, dass das ja eigentlich quasi ein tag wie jeder andere auch ist.
na gut, ich mache mr.r. glauben, dass ich ihm glaub und freu mich insgeheim wie schnitzel, weil er doch hin und wieder ein klein wenig farbe bekennt.

ich mag das ja, wenn mr.r. ein klein wenig aufgeregt und nervös ist, da sieht und entdeckt man viel vom "echten" mr.r. und kann auch ein wenig erahnen wie mr.r. wohl als kleiner junge gewesen sein mag - echt süß, der kleine.

aber ich will nicht verschweigen, dass ich ja kein gramm besser bin. aber ich geb das wenigstens zu.
gibt schon momente wo mir der ar.... auf grundeis geht. ganz ehrlich.
aber ich find ja, so soll das auch sein. muß man sich schon auch irgendwie hart erarbeiten so einen tag. dann bleibt´s auch lang im gedächtnis, nicht wahr.

nun muß ich noch einen letzten arbeitstag hinter mich bringen und dann kommen wir zur kür des unterfangens.
dann beginnt projekt: pimp the bride - mein persönlicher lieblingsteil. da gehts um mich, das ist immer fein!

gestern noch gönnten mr.r und ich uns einen netten abend unter freiem himmel.
schön war´s, wenn auch ein wenig kalt. aber es hätt ja auch regnen können also sind wir froh.
so ein openair-theater hat ja auch so seine vorteile.
man kann nebenher ungeniert essen und trinken, zwischendrin mal in den hinteren teil verschwinden und eine rauchen.
und das publikum ist auch irgendwie anders. zumindest haben wir uns mit den nachbarn links und rechts prächtig amüsiert.
na und das stück war - wie erwartet -auch exzellent.

ja, so mag ich das. so kann das weitergehen.
wird es auch. denn der samstag ändert nix. da wird nix neu. machen wir uns nichts vor.
er ist vielleicht der anfang von etwas, eine chance, eine möglichkeit.
aber es wird keine 180° wendung irgendwo hin. wohin auch? is ja grad gut die richtung die wir gehen, da brauchts keine drehung!

aber eine frage hab ich mir dann schon noch gestellt:
wenn mr.r., mr.r. ist.....bin ich denn dann ab samstag mrs. r. oder wie?
hm....muß ich mal drüber nachdenken

Montag, 3. August 2009

straffes programm.....

oder: die uhr tickt.

es geht in die endrunde....sozusagen.
diverse dinge müssen organisiert und erledigt werden.
der koffer der kids für ihre reise mit dem erzeuger ist gepackt. haken dran!
mein kleid ist tip top und endlich wieder abgeholt. haken dran!
reiselektüre in ausreichender menge ist besorgt. haken dran!
termine für "pimp the bride" sind alle in trockenen tüchern. haken dran!
der schreibtisch ist noch zugemüllt mit arbeit...aber ich arbeite daran - mache aber mittlerweile zumindest gedanklich: haken dran!
der puls liegt mittlerweile dauerhaft bei 180, da aber langsam auch hierbei ein gewisser gewöhnungseffekt entsteht bleibt nichts anderes übrig als: haken dran!

die schönste erledigung erfolgte heute: geflügeltes wort hierfür mittlerweile "mein i-tüpfelchen".
da ich bereits letzte woche mit weltbester-trauzeugin unterwegs war um für passende unterwäsche zum kleid zu sorgen, verliefen wir uns irgendwie bei "agent provocateur". fein, fein. sehr empfehlenswert, vor allem für anlässe wie diese. und da die da auch excellente verkäuferinnen haben, ließ ich dort weit mehr geld, als ursprünglich geplant. wie sich allerdings rausstellte, erstand ich lediglich das "i", nicht aber das i-tüpfelchen meiner unterwäsche. hatte ich doch schließlich den "fehler" begangen, etwas anzuprobieren, was mir anschließend nicht mehr aus dem kopf ging (kommt ja nicht alle tage vor dass frau sich uneingeschränkt attraktiv findet und das mit fast nix an). lange hin und her überlegt, ob frau sich diesen hauch von luxus überhaupt gönnen darf....kam ich zu dem schluß, wenn nicht zu diesem anlaß, wann dann?
also heute rein ins auto, ab in die stadt und eine wunderbare rosa tüte, mitsamt rosa kleiderbügel und einem hauch von ....naja, was eigentlich, mehr nichts als viel, aber dieses nichts einfach wundbar....bekommen und mit seligem lächeln den laden wieder verlassen.
meine daten wurden gespeichert, für den fall, dass mein mr.r. irgendwann irgendwo auf der welt mir ein geschenk von agent provocateur mitbringen möchte und meine maße nicht wüßte (na, wenn einer die kennt, dann er, aber egal). also auch hier: einen fetten haken dran!

nun bleibt nicht mehr viel.
arbeit abarbeiten. koffer im geiste schon gepackt. die woche irgendwie - am besten ohne nervenzusammenbrüche und herzinfarkte - rumkriegen und vielleicht am samstag noch auf gutes wetter hoffen. wobei mir das irgendwie grad auch egal ist....da wo wir hinfahren ist´s eh schön und wenn nicht....wird agent provocateur die langeweile sicherlich vertreiben....

und das allerbeste ist:
dass ich nicht nur behaupten kann, dass samstag einer der schönsten tage meines lebens werden wird,
sondern, dass bereits die tage davor zu den schönsten und freundlichsten der ganzen letzten zeit gehören.
ich denke, das wird eines der "jas" sein, dass mir in meinem leben mit abstand am leichtesten fallen wird.

Mittwoch, 29. Juli 2009

heilige inquisition mal anders

großer tag heute. seit langer zeit (weil vorher nicht nötig) hatte ich heute mal wieder ein vorstellungsgespräch.
ich mag diese gespräche ja nicht, wie die meisten menschen vermutlich. auch hatte ich eigentlich gar keine große lust dorthin zu gehen. aber der job klang ja so verheißungsvoll praktisch.
praktisch, ja. aber hätte man mir gesagt was mich heute erwartet....ich wäre vermutlich lieber im bett geblieben.


es sei erklärend erwähnt, es handelt sich um einen kleinen, gemütlichen (dachte ich zumindest) 15-stundenjob bei der kirche, derselben kirche die auch für den kiga meiner kinder zuständig ist. nichts aufregendes ansich. mehr zur absicherung, um die restlichen stunden weiterhin freiberuflich tätig zu sein.


ich ging also heute dorthin. brav, ordentlich und adrett anzusehen, wie mr.r. mir versicherte. und kaum war ich dort, empfingen mich zwei herren (der zuständige pfarrer und noch einer aus dem finanzwesen) zum gespräch.

da saß ich also, auf der "besetzungscouch" und sollte rede und antwort stehen.wollt ich ja auch echt gern. hätten sie nur mal fragen bezüglich meiner fachlichen qualifikation gestellt.
stattdessen durfte ich fragen beantworten wie:
"was machen sie denn wenn ihre kinder mal krank werden....? nicht das wir etwas gegen kinder hätten, aber in erster linie sind wir ja auch arbeitgeber, da macht man sich ja schon so seine gedanken" (jaaaa, genau, und ihr seid ja garnicht die träger des kindergartens meiner kinder, eigentlich habt ihr mit meinen kindern ja gaaar nix zu tun und könnt euch auch gar nicht vorstellen, dass mütter es tatsächlich schaffen beruf und kinder unter einen hut zu bekommen)

ich antwortete brav. auch wenn es - das muß ich zugeben - innerlich gekocht hat. ich mag das nicht, dieses vorurteil, mütter mit kindern wären weniger in der lage im job 100% zu geben, als frauen ohne kinder. im gegenteil, zumindest sehe ich das so, mütter sind deutlich geschulter in fähigkeiten wie vielseitigkeit, organisation, verantwortung, multitasking und vorallem: sind mütter deutlich belastbarer...das bringt dieser job ja nun so mit sich.
aber diese herren hatten da scheinbar so ihre zweifel.


und auch sonst waren die mir gestellten fragen sehr eigentümlich, weil vorallem für mich logisch und klar beantwortbar, also eigentlich nicht wirklich einer frage wert. gelegentlich hatte ich den eindruck, ich spreche für ein hohes amt in der kirche, vielleicht auch für einen geschäftsführerposten vor. so getragen und vermeindlich verantwortungsgeladen war dieses fragen- und antwortspiel der beiden herren.
wäre es da nicht viel interessanter gewesen, zu erfahren wie fit ich in sachen buchhaltung, verwaltung etc. bin?
kann man mit fragen zu fiktiv gewählten situationen tatsächlich herausfinden, wie ein mensch sich in in diesen rein fiktiven situationen vielleicht eventuell verhalten wird?
jeder müßte sich doch im klaren sein, dass diese herren am ende zu hören bekommen, was sie hören wollen und es hierbei wohl letztlich nur um die eine fähigkeit geht:
bin ich fähig herauszuhören, was man von mir hören will?


eine dreiviertel stunde hab ich mir also nun diese moderne form der inquisition antun dürfen. mir wurde mitgeteilt, wann die entscheidung fallen würde und wie das weitere prozedere sein wird.
(selbstverständlich die herren, können sie ein polizeiliches führungszeugnis von mir bekommen. auch meine kinder sind sicherlich bereit sich einer kompletten medizinischen untersuchung zu unterziehen, die vielleicht zeigen könnte, dass sie überdurchschnittlich gesund sind, und wenn ich lange genug nachdenke, fällt mir mit sicherheit noch mehr ein, wie sich absichern läßt, dass meine kinder nicht zum störfaktor, ich nur ein minimales betriebsrisiko darstelle und auch überhaupt die beste wahl gewährleistet sein wird)

ganz ehrlich. ich bin nach dieser dreiviertel stunde rausgegangen und war mir absolut nicht sicher, was ich denn sagen würde, käme ein anruf, dass sie mir die stelle anbieten.
hab ich mich ja bereits nach dieser dreiviertel stunde schon annähernd so verstaubt gefühlt, wie es dort vermutlich täglich zugeht.
nein, ich glaube, das wäre nicht der beste platz für mich.

und irgendwie bin ich grad froh. froh darüber, dass das mit dem neuen arbeitsplatz - zumindest im moment - noch nicht so sehr unter den nägeln brennt. so dass ich doch tatsächlich die freiheit und gelassenheit haben kann, bei einem etwaigen anruf der herren, einfach
"nein" sagen zu können.

Dienstag, 28. Juli 2009

vertrauen ist gut....

seit geraumer zeit nun....genauer, seit dem unsäglichen vorfall mit besagtem "freund"...geistern bei mir so einige gedanken zum thema "vertrauen" durch den kopf.

ist ja ansich schon ein thema, dass in meinem leben nicht unbedingt groß geschrieben ist. will heißen, ich tue mir nicht besonders leicht damit anderen menschen, besonders in meiner näheren umgebung - noch genauer: menschen die mir wichtig sind - zu vertrauen.
ich würde gern, ganz bestimmt. aber man weiß ja, dererlei dinge lassen sich nicht erzwingen und - wie ich im moment feststellen muß - auch nur sehr schwer lernen.

ich frage mich nun desöfteren: wie war das denn, bevor diese blöden kommentare und anschuldigungen bezüglich mr.r. kamen. war es da anders? konnte ich da ruhiger und beruhigter zu hause sitzen, wenn er allein unterwegs war? gab es bereits vorher die schreckgespenster in meinem kopf, die immer wieder flüsterten: wo ist er? was macht er? und vorallem mit wem?

ich kann mich nicht wirklich erinnern, ich glaube aber eher: nein.
zumindest nicht in der momentan vorhandenen form.
natürlich....mr.r. ist frauentyp. die frauen mögen mr.r., mr.r. mag die frauen. aber das wußt ich ja bereits. nix neues eigentlich. ich hatte mich daran gewöhnt, dass es einige frauen gibt, die nur wegen ihm in seinen laden kommen, ihn anhimmeln, eine menge geld dafür zahlen und dann wieder verschwinden. ich wußte, dass mr.r.´s bekanntenkreis zum großteil aus damen (oder zumindest ähnlichem klientel) besteht. ich hatte vertrauen darin, dass mr.r. letztlich immer wieder nach hause kommen würde, zu mir.
ja, es gibt viel, woran man sich bei mr.r. gewöhnen muß.

ich ärger mich auch heute noch über besagten "freund", der mir flöhe ins ohr gesetzt hat, die ich nicht mehr recht loswerden kann. (nein, dafür gibt es leider kein insektenspray)
besser macht da auch nicht, dass es im moment eine junge, blonde dame gibt, die für meine bedürfnisse ein wenig zu "nah" an mr.r. dran ist.
gänzlich anders als ich, - und damit meine ich weiß gott nicht das alter - gut aussehend, charmant, interessant, locker, unkompliziert....ach und was ich nicht alles.....und daher vielleicht besonders interessant für mr.r.
hirngespinste. paranoia. unbegründet!?!

was ich aber bei all dem an mr.r. schätze, ist seine geduld mit mir, mit uns. sein verständnis für meine (vielleicht hin und wieder ein wenig abstruse) gedankenwelt. seine ruhe mir zuzuhören, mir erklärungen zu geben, wo ich keine sehe. seine versicherung, dass ich und nur ich, die frau wäre die er sich wünscht. (ja, weiß ich ja eigentlich selbst, sonst würde man wohl kaum heiraten....), sein schmunzeln, wenn ich mal wieder mit meiner gedankenwelt weit über´s ziel hinausschieße, seine gelassenheit, wenn ich es nicht bin und sein kann.

vielleicht ist genau das eines unserer potentiale, das was es ausmacht für mr.r. und mich, wir können reden. selbst über hirngespinste dieser art. ich kann und darf mich ihm anvertrauen, ohne ausgelacht oder verurteilt zu werden, für das was ich fühle und denke.
ich weiß, mr.r. ist der richtige. der mann, mit dem ich mein leben verbringen will.

das problem ist eben nur:
dass ich fürchte, dass ich nicht die einzige bin, die um die besonderheit und die liebenswerten eigenschaften von mr.r. weiß. dass es durchaus noch ein paar frauen geben könnte, die das was ich ihn mr.r. sehen kann, auch sehen....

(manchmal, nur manchmal, wünschte ich, ich könnte das fühlen und sehen, was mr.r. in mir sieht.....vielleicht könnte ich dann besser verstehen, warum er gerade mich möchte und vielleicht, würde es dann auch besser gelingen, darauf zu vertrauen, dass alles gut ist, so wie es ist)


.....wollte mir nicht irgendwer mal diesen knopf für meinen kopf besorgen....den womit man ausschalten kann?
mist ist das!