es geht ans eingemachte.
die welt fängt wieder an, sich eine spur zu schnell zu drehen und steht trotzdem gleichzeitig still.
zuviel baustellen auf einem haufen und zu wenig möglichkeit an allen gleichzeitig zu arbeiten.
das stumme warten, auf nachricht, ob meine tochter den ersehnten hortplatz bekommen wird - damit die kinderbetreuung während der arbeit überhaupt gesichert ist -, oder ob wir eine weitere absage kassieren, wie bereits so viele vor uns.
die erkenntnis, dass ich in drei monaten keinen job mehr haben werde und nicht genau zu wissen, wie und ob es weitergehen wird (aber damit wäre zumindest das problem der kinderbetreuung erledigt, nicht wahr?).
die mitteilung darüber, dass auch das einkommen anderer - von denen man leider abhängig ist - in gefahr ist und von heut auf morgen schluß sein kann.
schluß mit allem was einem wichtig, lieb und teuer ist.
die bange angst, ob ich mir meine aussicht ins grüne morgen und übermorgen überhaupt noch leisten kann.
die frage, nach morgen und übermorgen und was danach sein wird.
und die erkenntnis, dass kofferpacken und weglaufen auch nichts nützen würde.
all das, und die tatsache im moment nur sehr wenig tun zu können, macht mich ein wenig nervös.
nein, um bei der wahrheit zu bleiben: es macht mich wahnsinnig. denn abwarten war noch nie meine stärke.
aber das gefühl, damit auf unverständnis und ignoranz zu stoßen macht mich schlicht nur wütend.
ja, es geht ans eingemachte.
nur leider habe ich die letzte konservendose zuversicht, mut und hoffnung bereits vor einiger zeit aus dem schrank geholt und vergessen neue nachzubestellen.
wenn also vielleicht jemand einen blitzkurier schicken könnte......?!?
Egoistisch und narzisstisch, Teil XVIII
vor 10 Monaten
