Donnerstag, 30. Dezember 2010

nur ein paar worte

es gibt in meinem leben einen mann, der mit nur ein paar wenigen worten, berge versetzen, glückshormone auslösen, meine emotionen in schwingungen versetzen kann.
dieser mann, bedeutet (fast) alles in meinem leben. er bringt farbe und action in mein leben.

zugegeben, es ist nicht immer einfach mit ihm auszukommen. ich kenne kaum einen mann der so mit seinem dickkopf durch die wand donnern kann, wie er.
selten war ein mann so gut darin, mich und mein leben derart zu manipulieren.
zur weisglut treibt er mich manchmal mit seinem ungehörigen, unerzogenen und egoistischen benehmen.
und gelegentlich, das gebe ich zu, wünschte ich ihn weit weg auf den mond.
nun. ich teile mein leben mit ihm, und werde das vermutlich für den rest meines lebens tun.
meine größte herausforderung, lernen zu akzeptieren, dass er ist, was er ist.
nicht mehr, aber auch nicht weniger.

dennoch, was macht das schon, in dem moment, wenn man dann diese liebevollen, liebenswerten worte zu hören bekommt.
vergessen all das was vorher war, wenn er sie spricht....
"mama, ich vermiss dich und freu mich so auf dich. morgen komm ich wieder nach haus"

...ja. ich hab ihn sehr lieb, meinen kleinen vierjährigen dickschädel und würd ihn für nichts auf der welt tauschen wollen....
auch wenn ich weiß, dass ab morgen wieder der eine oder andere kampf anstehen wird.

Dienstag, 28. Dezember 2010

verschlungene wege

manchmal geht das leben seltsame wege.
man läuft und läuft und muß irgendwann feststellen, dass man ohne es zu bemerken am ausgangspunkt angelangt ist.
vielleicht um ein paar erfahrungen und schöne bilder reicher, vielleicht um ein paar emotionen ärmer und sicher um ein paar jahre älter.
deshalb aber auch reifer? weiser? klüger?

vielleicht, vielleicht trügt aber auch der schein und es heißt wieder von neuem zu beginnen, den weg abermals zu gehen und diesmal vielleicht auf die eine oder andere abzweigung zu hoffen, um nicht wieder, nach langem oder kurzem weg, am ausgangspunkt anzukommen.

diesmal vielleicht habe ich die abzweigung nicht rechtzeitig genommen. aber ich werde wachsam sein, auf meinem nächsten weg, auf der nächsten reise und hoffe, nein bin sicher, diesmal werde ich die abzweigung sehen und die erste nehmen, an der ich vorbei komme, denn dann kann ich mir sicher sein, dass ich nicht mehr zu meinem ausgangspunkt zurückkehren werde.

und manchmal, hat neu anfangen ja auch sein gutes, man darf einmal gemachte fehler wiederholen und vielleicht sogar berichtigen.
aufgeben ist nicht. weiterlaufen, auch wenn es die eine oder andere blase an den füßen gibt.
und irgendwann dann vielleicht kommt man statt am ausgangspunkt, dann auch am ziel an und darf ein wenig verweilen und sich ausruhen.

dann mach ich mich mal auf den weg......

Mittwoch, 4. November 2009

morgen.....oder übermorgen

mit manchen dingen wartet man einfach zu lang....und ehe man es sich versieht, ist der richtige zeitpunkt einfach an einem vorübergezogen.
der richtige zeitpunkt dinge zu tun, zu sagen.....zu handeln.

zeitfenster schließen sich unwiederbringlich und zweite chancen ergeben sich nur spärlich.
schwierig dann, wenn es sich scheinbar um einmalige zeitfenster handelt.
traurig, wenn sich keine zweite chance ergeben mag.

viel zu oft stelle ich fest, dass es besser wäre, chancen zu ergreifen, wenn sie sich bieten.
nicht aufschieben. nicht warten auf "einen besseren zeitpunkt", denn den gibt es meistens ohnehin nicht.
bessere zeitpunkte entpuppen sich oft als künstlich geschaffene zeitfenster, die eigentlich nie existiert haben.

und eines steht fest.
jemandem, der etwas besonders in seinem leben darstellt, zu sagen, wie wichtig, wie wertvoll er für das eigene leben ist, duldet keinen aufschub.
jemandem aufmerksamkeit zu schenken, in momenten in denen er es benötigt, verlangt immer nach einem zeitfenster.
jemandem der einem nahe steht, das gefühl zu geben, wichtig zu sein, besonders und wertvoll, verdient alle zeit der welt.

nur leider vergißt man das nur allzugern und allzuschnell.
und das gerade bei menschen, die einem nahe stehen....vielleicht weil sie so nahe und jederzeit greifbar sind...vielleicht weil man sich zu leicht denkt:
ach, morgen.....morgen ist ja auch noch ein tag.

changes

manchmal, da ändern sich die dinge geräuschlos, still und leise.
unbemerkt findet eine metamorphose statt und es dauert oftmals lange, bis man erste anzeichen überhaupt wahrnehmen kann.

und wenn man dann die erste idee davon bekommt, dass die dinge vielleicht gar nicht mehr so sind, wie man vermutet hatte, dass sie wären....dann steht man sprachlos und vielleicht ein wenig gedankenlos davor.

eine schrecksekunde vielleicht, denn gerechnet hat man vermutlich mit vielem, gehofft womöglich auf einiges...erwartet aber etwas völlig anderes.

wenn sich dinge verändern, dann bleibt immer die frage offen, ob zum guten oder schlechten.
welche der beiden varianten bleibt dann oft der interpretation des einzelnen überlassen.

erschreckend aber in jedem fall....wenn man den eindruck gewinnen darf, dass wünsche und träume plötzlich wahr werden könnten...dinge in erfüllungen gehen, die man sich kaum getraut hat nur zu denken, geschweige denn zu wünschen.

ich gebe zu, ich bin von hause aus eher ein misstrauischer, skeptischer mensch.
das leben und die erfahrung haben mich im laufe der zeit gelehrt vorsichtig zu sein, mit dem was ich glaube, dem was ich wünsche, dem was ich hoffe.

jetzt vielleicht feststellen zu müssen....zu dürfen, dass sich einer meiner größten träume bewahrheiten und in erfüllung gehen könnte....das macht mich.....tja, wie soll ich sagen....?!?
es macht mich ein wenig ratlos....misstrauisch....skeptisch.....aber irgendwie will da auch noch ein ganz anderes gefühl platz für sich finden......
irgendwie macht mich etwas gerade ganz enorm glücklich.....nur glauben kann ich´s noch nicht so recht.

Montag, 2. November 2009

private mr.r.

mr.r und ich - oder genauer, mittlerweile leider nur noch ich - weilen mal wieder im kinderhotel.
im grunde ist es ein kinderhotel für kinder und ein wellnesshotel für erwachsene. will heißen...für jeden was dabei.
leider muß mr.r ab morgen wieder arbeiten, so dass nur sehr wenig (gemeinsame) zeit blieb.

wir alle sind immer gerne hier - auch wenn es jedesmal ein kleines vermögen kostet - weil für alle was geboten ist. aber darüber sprach ich ja bereits.

diesmal gönnten mr.r und ich uns etwas besonders - frei nach dem motto: man muß die feste feiern, wie sie fallen. und außerdem hatten wir uns das auch wirklich verdient.

in diesem hause gibt es etwas, das nennt sich "private spa".
für mich persönlich wird es in zukunft umbenannt in "private mr.r".
warum? die antwort gestaltet sich leicht: nie und nirgends hatte ich so viel intensiv- und qualitätszeit mit mr.r wie in den eineinhalbstunden im private spa.

was genau zeichnet nun so ein private spa aus?
mal angefangen damit, dass man eineinhalb stunden privatssphäre genießen darf und dabei sicher sein kann, dass sich die tür nicht plötzlich mit den worten "hallo mama" öffnen wird - was allein schon geschenk genug wäre.
nein, highlight sind unter anderem die sprudelnde und beleuchtete badewanne die direkt neben dem beheizten großen massagetisch steht.
man bekommt peeling, massageöls und wenn man nett danach fragt auch champagner gereicht, bevor sich dann für eineinhalb stunden die türen und tore schließen.
dezente musik im hintergrund, bietet passende untermalung.

mr.r ist mein persönlicher massagemeister....mehr hätte ich ja eigentlich gar nicht gebraucht.
aber da sowohl dusche, peeling, algenpackung, als auch dampfbad ebenfalls im private spa inbegriffen sind....was soll´s haben wir das auch mitgenommen.

aber mal im ernst....ich dachte ja, eineinhalb stunden wären ausreichend, aber davon waren wir weit entfernt. hätte man die zeit verdoppelt...ich wäre nicht unglücklich gewesen.
denn dann hätten wir noch deutlich mehr zeit gehabt in den genuß des ebenfalls vorhandenen betts zu kommen, denn leider....hierfür hätte ich dann gern doch noch ein wenig mehr zeit gehabt.....

und eines hab ich mir fest vorgenommen:
wenn ich mal groß bin und viel geld hab....dann kauf ich mir auch so ein private spa für mr.r und mich.
und wenn´s dann mal wieder gewitterwolken in unserem hause gibt....dann hör ich mr.r schon sagen:
"komm schatz....lass uns das im spa diskutieren"
ach....wie einfach wär dann doch so manch diskussion....und wie schnell der eine oder andere streit geklärt....

nun also werd ich mich....in gedanken noch ganz in meinem private spa....ins bett verkriechen, werd vorher noch in den spiegel blicken....auf dem geschrieben steht.....dass mich jemand ziemlich liebt....mich anschließend auf drei selbstgebastelte herzen legen, die mr.r mir zum abschied hinterlassen hat (ja, mr.r weiß was frauen hören und lesen wollen)

.... und werd mich einfach darüber freuen, dass eineinhalb stunden manchmal eben fast ein kleines leben bedeuten können

hin und wieder kann es eben ganz einfach sein, glücklich zu sein.

Donnerstag, 29. Oktober 2009

suchtpotential

es ist wieder da!
und wie ich das früher geliebt habe.....
aber entweder war ich und demzufolge meine hände, früher kleiner oder die dinger sind im laufe der jahre geschrumpft.

aber egal. ich liebe sie
lecker, lecker, lecker!

und weil ich sie so gern mag und weil die ja auch so klein sind, ist irgendwie von der dreierpackung
NIX mehr übrig.

....ob ich gleich nochmal los gehe und noch eine packung kaufe?
zeitlich begrenzt hieß es da in der werbung.....da sollte man doch ernsthaft über hamsterkauf nachdenken!




Mittwoch, 28. Oktober 2009

doof, doofer....peinlich

schön ist es, eine nette überraschung und ein liebevolles geschenk,
wenn man zu seinem auto kommt und am scheibenwischer eine rose hängt.
ohne nachricht,
egal, weil frau ja genau weiß, von wem diese nette geste ist.

blöd ist aber dann, wenn man seinen mann mit hüpfendem herzen anruft um sich für diese wundervolle überraschung zu bedanken, nur um zu hören zu bekommen:
"nee, die ist aber nicht von mir"

tja, freunde.....ich schätze ich geh dann mal los, mir ein großes loch buddeln, in das ich dann anschließend verschwinden kann
und die blöde rose nehm ich gleich mit, ins loch.
denn die mag ich jetzt nämlich auch nicht mehr.....weil rosen, mag ich nur von meinem mann geschenkt bekommen und sonst von niemandem!

Sonntag, 25. Oktober 2009

jagen und fischen im trüben

dank des geburtstages eines lieben freundes, kamen mr.r. und ich gestern mal wieder (nach langer....wirklich zu langer zeit) dazu um die häuser zu ziehen.
und dank der zeitumstellung gestern kamen wir auch bereits wieder gegen vier uhr morgens nach hause....also alles bestens.

die zeit dazwischen verbrachten mr.r und ich auf sehr vielfältige und hin und wieder verwunderliche art und weise:

da wir bereits vor längerer zeit karten ergattert hatten für einen der seltenen auftritte eines bayerischen urgesteins des kabaretts (für den laien: gerhard polt) baten wir besagten lieben freund um verständnis, dass sich unsere ankunft ein wenig verzögern würde und wir vorher ein wenig herrn polt und seinen gedanken lauschen wollten.

ganz ehrlich.
ich mag polt ja wirklich gern, aber diese art der darbietung hätten wir uns auch schenken und direkt zu wodkatonic übergehen können.
schloß man die augen, wäre der unterschied zwischen einer cd und der liveversion lediglich durch den gelegentlichen applaus zu unterscheiden gewesen.
nicht eine seiner besten auftritte würde ich sagen.
schade.

nun gut, danach machten mr.r. und ich - bis zu diesem zeitpunkt auch nicht unbedingt mr.r´s und mein bester abend - mittelmäßig gelaunt auf den weg zum nächsten event.
geburtstag feiern im privee.
mein erster besuch dort. und ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob ein weiterer folgen wird.
aber gut, deshalb waren wir ja primär auch nicht dort.
es galt einen geburtstag zu feiern.
immer ein wenig unangenehm für mich, festivitäten zu besuchen, bei denen ich keine sau kenne.
um so erfreulicher, als sich bereits nach kurzer zeit - nachdem mr.r. irgendwie abhanden gekommen war - ein junger mann zu mir gesellte, der offenkundig meine persönliche bespaßung als seine abendliche mission verstand.


mag ich. ich mag auch, wenn ich ein gegenüber habe, mit dem man relativ schnell themen wie wetter, tagesthemen und banale pseudopolitik überspringen kann und direkt übergeht zu wesentlichen, interessanten und weitaus persönlicheren themen.
ein interessanter junger mann der durchaus viel zu erzählen hatte und - die nicht mehr allzu weit verbreitete gabe besaß - auch zuhören zu können.
dass er letzte woche erst in schottland beim jagen und fischen war erzählte er mir - zugegeben, es beeindruckt durchaus, weil frau nicht alle tage zu hören bekommt, dass mann auf der jagd war in den schottischen highlands und überhaupt....sind derartige themen eine gelungene abwechslung zum sonstigen blabla das man für gewöhnlich zu solchen events in die ohren geblasen bekommt.
ich vermute auch, dass der junge mann sich in seiner rolle als alleinunterhalter meiner person durchaus gefiel. und freute sich sichtlich als ich ihm verbalen beifall klatschte nachdem er mir erzählte, dass er auch durchaus im stande wäre, dass selbst erlegte passend und angemessen küchentechnisch zu verarbeiten.

mr.r. hielt sich während all dieser zeit recht tapfer.
vielleicht war hie und da ein leichtes stirnrunzeln zu erkennen, denn ich muß zugeben, der junge mann brachte mich häufig zum lachen, was sicherlich immer ein wenig anlaß zu mißtrauen, wenn nicht eines hauchs von eifersucht gibt. aber mr.r. ließ sich nichts - fast nichts anmerken.

bis zum schluß....fast bis zum schluß, als mr.r. sich dann doch zu uns gesellte um ein vermeintlich harmloses gespräch mit meinem jungen entertainer zu beginnen.
ich persönlich kenne mr.r. nun lange genug, um das feine, kleine blitzen in seinen augen zu erkennen. und mr.r. kann mir so lange er will erklären, dass er doch nur ein nettes gespräch beginnen wollte....er und ich, wir wissen es besser!
es dauerte nur eine knappe minute, da hatte mr.r bereits den nerv getroffen, es bedurfte nur eines, vermeintlich banalen satzes:
"ich würde wild ja lediglich mit ein wenig butter zubereiten, sonst nichts."
man ahnt es schon.....folgende antwort war zu vernehmen:
"nein, nein, keinesfalls. olivenöl und salbei sind unbedingt notwendig"
perfektioniert wurde dieser dialog, vermute ich, lediglich von meinem reichlich dummen und verständnislosen blick.
die beiden jungs schafften es diesen dialog - wörtlich zwar variiert, inhaltlich allerdings gleichbleibend - fünf weitere minuten zu vertiefen bzw. zu wiederholen.
bis mir innerlich ein wenig die hutschnur platzte und ich lediglich erwiderte:
"jungs, wenn ihr so weiter macht, dann geh ich vielleicht doch besser noch tanzen"
(dem interessierten leser sei gesagt, selbiges hatte ich fünf minuten zuvor noch vehement abgelehnt, weil grundsätzlich keine begeisterte tänzerin und überhaupt diesbezüglich ambitions- und motivationslos)

beide männer schauten mich wortlos aus.
mr.r mit einem siesgesgewissen, der junge mann mit einem unverständigen gesichtsausdruck.
dann....wie vom blitz getroffen, stand mein lieber jüngling mit den worten auf:
"nein, es ist wohl besser, wenn ICH tanzen gehe"

autsch....der kleine monsieur hatte ebenfalls fünf minuten vorher aus selben gründen wie bereits ich, das tanzen strickt abgelehnt.....ja, eine sehr offensichtliche flucht....ein sehr offenkundiger sieg....allerdings für mr.r.

ja, so ändern sich zeiten, sitten und gebräuche:
früher, da hätten die beiden ihren colt gezogen und hätten das draußen, vor der saloontür geklärt.
oder aber wenigstens ihre sekundanten herbeigerufen und einen termin im nächsten morgengrauen zum duell arrangiert
oder zumindest ihren gegenüber ein wenig an ihrer faust schnuppern lassen.

heute scheint man diese dinge auf ganz neue art und weise zu klären.
und ich finde da bekommt das wort
kochduell
eine völlig neue bedeutung.....

Donnerstag, 22. Oktober 2009

die sind eben so

in letzter zeit wundere ich mehr und mehr über die männer.
dass die spezies ansich sehr vielfältig ist - zumindest auf den ersten blick - war ja bekannt.
dass dies aber gar nicht so zutrifft - auf den zweiten blick - war mir eher neu.

naja, gewisse unterschiede mag es geben - primär allerdings äußerlich.
innerlich hingegen, vermute ich, sind alle gleich, irgendwie.

faszinierend finde ich verhaltensmuster, die auftreten wenn mann etwas will, einen bestimmten punkt erreichen will, alternativ auch beeindrucken oder überzeugen möchte.
lieb sind sie dabei ja irgendwie alle. fragt sich halt nur wie lange, wie ausdauernd und vor allem wie überzeugend lieb.
auch der inhalt dessen, was sie von sich geben, wirkt irgendwie einstudiert, auswendiggelernt.
(da stellt sich mir die frage: gibt es schulen, kurse oder lerngruppen, in denen mann so was lernt, oder communities in denen die erfahrungswerte ausgetauscht werden, frei nach dem motto:
"du, probier mal den spruch, mit dem hab ich letztens erst die kleine blonde geknackt")

großes verständnis aber vorallem hohe bereitschaft zum verrat ihrer artgenossen zeigen dabei scheinbar trotzdem alle.
auch die aussage: "ich bin da aber völlig anders" bekommt frau gern und oft zu hören.

interessant, wenn man dann mal nachfragt, hinter die kulissen schaut.....
gerade erst gehört von einem "ich bin aber völlig anders"-mann:
"du wirst das jetzt sicherlich nicht verstehen, aber bei dir, bei dir ist das anders, für dich würd ich meine frau vergessen"
oder auch alternativ immer wieder gern genommen:
"wir leben noch zusammen, hauptsächlich der kinder wegen, aber sonst ist zwischen uns schon länger alles geklärt"
auch gut:
"ich will mich ja zwischen niemand drängen, das kann doch ganz unverbindlich unter uns bleiben"

wie man es dreht und wendet, letztlich bleibt die aussage immer weitestgehend dieselbe.
und irgendwie entsteht bei mir der eindruck, dass gerade männer nur allzugern und allzuschnell bereit sind - aus langeweile, frust, fehlender anerkennung or what ever - eine ganze menge auf´s spiel zu setzen, schnell ihre eigene ehe über bord zu werfen.
schnell wird da, kurz vor einem treffen, noch der ehering abgestreift. nicht dass man es nicht trotzdem sehen könnte - resturlaubsbräune und druckstellen kann frau durchaus entdecken - und für einen kurzen augenblick fühlt mann sich wieder frei und ungebunden....casanova läßt grüßen.

ich habe mir die frage gestellt, ob frauen ähnlich handeln. genauso bereit sind alles über bord zu werfen, nur für diesen einen - zugegebenermaßen relativ kurzen - moment.
spielen frauen dieses spiel ähnlich?

ich für meinen teil glaube eher nicht.
wenn frau sich für all das entscheidet, dann muß mann schon ziemlich viel falsch gemacht haben.
frauen sind deutlich bereitwilliger im nachsicht üben, verzeihen, geduldig sein. frauen sprechen auch eher an, als dass sie die bestätigung anderweitig suchen.
so zumindest glaube ich und, was noch wichtiger, denke ich persönlich.

ich bestreite nicht, dass auch frauen ihre abenteuer suchen und sicherlich auch finden.
ich behaupte aber, die beweggründe sind andere.
und hat frau gefunden, folgt oft daran anschließend die entscheidung: entweder oder.
männer haben gern beides. oder anders: männer wollen alles, und davon so viel wie nur möglich.

kann man männer dafür verurteilen?
ich weiß nicht, ob ich veruteile. bemitleiden trifft es in jedem fall.
diese art der kurzsichtigkeit ist tatsächlich bemitleidenswert. und naiv muß man sein als mann. zu glauben, dass frauen - wie ich z.b. - sich nicht auch ihren teil dazu denken.

was mich aber bei all diesen vorkommnissen am meisten beschäftigt ist die frage:
denkt mein mann genauso? ist mein mann einer von vielen?
ja, ich glaube mein mann ist durchaus ein typischer vertreter der spezies mann.
ja, ich glaube auch, gelegentlich verschwendet er den einen oder anderen gedanken an die frage:
"was wäre wenn....?"
aber....ich glaube auch, dass mein mann denken kann und hoffe,
dass er weiß, was er verlieren würde,
würde er versuchen einzutauschen was er hat,
gegen das was es nie lohnen wird zu haben.

fazit:
arme, arme männerwelt.
wenn das hirn einmal in die hose gerutscht ist, glaubt mir freunde, hilft auch keine frauenhand der welt mehr, es da wieder rauszuholen.
zumal sich nur wenig frauenhände finden werden, die bereit sind, diesen job zu übernehmen.

Mittwoch, 21. Oktober 2009

soll ich....soll ich nicht....soll ich....


.....schon mist, wenn das ganze leben aus entscheidungen besteht, die das ganze weitere leben ziemlich beeinflussen könnten.

keine entscheidung ohne konsequenzen.
keine entscheidung für etwas, die gleichzeitig nicht auch eine entscheidung gegen etwas ist.

kann ich denn nicht bitte einmal im leben alles bekommen????

......ja,ja, ich kenn die antwort bereits.......oooooch menno!



wie wurde mir letztens geraten:
sei doch mal unvernünftig....ich hätte nur gern deine unvernünftige seite.


soll ich....soll ich nicht....soll ich....soll ich nicht.........

Sonntag, 18. Oktober 2009

naiv trifft dumm wie brot

eigentlich hab ich mich ja immer für doch einigermaßen clever gehalten.
vielleicht nicht hochtrabend intelligent aber ausreichend für den alltag und mein leben.
bis jetzt zumindest.

nur heute durfte ich die erfahrung machen, die mich erahnen läßt, dass ich vielleicht doch ein klein wenig schlauer sein müßte um in dieser welt zu bestehen.

in diesem moment hege ich die hoffnung: ist naivität vielleicht ein wenig verzeihlicher als schlichte dummheit?

kann man sich damit erklären, wenn man sagt: ich hätte es vielleicht wissen müssen, aber ich hätte es mir nie vorstellen können...

fest steht, dass ich worte geglaubt, dingen vertraut habe....die ich eigentlich, wäre ich ein bißchen weniger naiv (oder nicht ganz so doof) gleich beim ersten mal als das hätte verstehen müssen, als was sie gemeint waren.

ist es naiv (oder schlicht dumm) zu glauben, dass jemand nett zu einem menschen ist, weil er ihn mag, weil er ehrliches interesse hat?
interesse am gegenüber an sich. nicht an dem was er gerne vom selbigen hätte, nur damit wir uns hierbei richtig verstehen.
muß ich in zukunft also immer davon ausgehen: ist jemand nett, wird er schon irgendwas wollen.
und dieses "irgendwas" will ich aber nicht.

fest steht:
baaah....nein, ich möchte niemanden in seiner dachgeschosswohnung in der belgradstrasse (nummer der autorin bekannt) besuchen.
baaah...nein, ich möchte auch nicht auf das abendessen verzichten und gleich zum wesentlichen übergehen.
baaah....nein, ich brauche keine guten argumente mehr zu wissen, weil ich sie alle bereits kenne, es sind eh immer dieselben.
baaah...nein, ich möchte auch sonst nix mehr hören.....sonst fallen mir dabei noch die ohren ab....oder aber, mir rutscht die hand aus.

ja. im moment komm ich mir tatsächlich reichlich dumm vor. mit naivität nicht zu erklären, auch wenn ich das gern würde, weil ich mich dann vielleicht ein kleines bißchen weniger gekränkt fühlen müßte.

nun. grundsätzlich wäre das ganze vielleicht auch ein klein wenig schmeichelhaft, wenn ja wenn, es nicht unter dem deckmäntelchen des "ich mag dich und sonst auch nix" stattgefunden hätte.

eine frage hätt ich aber da noch:
was muß frau noch tun um ein "nein" als ein "nein" klarzustellen?
ach ja und ich würd auch gern noch wissen, ob ein ehering geradezu dazu verleitet zu glauben, eine schnelle nummer wäre quasi inklusive.....weil´s ohne verpflichtungen ja gleich noch viel mehr spaß macht, oder wie?

ich geh jetzt ins bad und schau in den spiegel, ob da irgendwo auf meiner stirn geschrieben steht:
ich bin strohdumm und nehm alles was daher kommt, weil´s wurscht is.
(aber eigentlich glaub ich´s ja nicht. sonst hätt ich ne stirn wie ne kuh....und auch wenn ich mich grad wie eine fühl, wie ne dumme, so weiß ich, bin ich´s nicht)
männer, herzlichen dank auch.
frau wundert sich.

Mittwoch, 14. Oktober 2009

who knows

wenn einen ein fast fremder mensch wortlos in den arm nimmt, weil er helfen, trösten und nett sein möchte dann ist das

a) merkwürdig ?
b) feinfühlig ?
c) irritierend ?
d) angebracht ?
e) liebevoll ?
f) etwas worüber man nachdenken sollte ?
g) selbstverständlich ?
h) völlig fehl am platz ?
i) irgendwie etwas von allem und auch nichts davon ?

egal was, es war im rechten moment und hat irgendwie gut getan.
danke!

Sonntag, 11. Oktober 2009

morgenperspektiven

heute....heute nacht habe ich ein besonderes vorhaben. heute....heute bleib ich auf, geh nicht schlafen und warte.
warte....auf den sonnenaufgang.

ich hab schon so lange keinen mehr gesehen....obwohl, das stimmt nicht ganz. während meiner hochzeitsreise war ich mehr oder weniger unfreiwillig zeuge eines sonnenaufgangs (weil zu früh unsanft geweckt - von der lärmenden klimaanlage), aber das ist nicht ganz dasselbe, denn heute bleib ich auf und gehe mit dem sonnenaufgang ins bett.

ich kann mich erinnern, einen wunderbaren sonnenaufgang auf einem kinderspielplatz erlebt zu haben, auf dem ich vorher stundenlang - mit einem mann, wie kann es anders sein - über gott und die welt geredet, geträumt und gelacht habe.
ich kann mich an einen sonnenaufgang erinnern, mit tränen in den augen, weil ich ihn allein sehen mußte aber anschließend mit einem wunderbaren freund teilen durfte.
ich kann mich an sonnenaufgänge erinnern, nach durchzechter nacht, kaum mehr meinen namen wissend, aber dennoch glücklich sie zu sehen.
ich kann mich an sonnenaufgänge am meer erinnern....wie die sonne langsam emporsteigt und die welt erhellt.
ich kann mich an sonnenaufgänge erinnern, nach wachen nächten mit meinen kindern, todmüde und trotzdem den moment der ruhe genießend.

und ich denke einfach, es wird zeit, mal wieder einen zu sehen. zu sehen, wie die welt erwacht.
vorher ein wenig die dunklen fenster beobachtend.
ein sonnenaufgang, nur für mich, einfach so.
und mich vielleicht für einen moment fühlen wie früher.....als manches manchmal einfacher war.

und danach....danach geh ich ins bett.....ich darf das, ich hab nämlich morgen frei.
naja - ich stelle gerade fest - morgen ist ja bereits heute.

Samstag, 10. Oktober 2009

jahreszeitengedöns

vorhin, als ich gemütlich unter der dusche stand, mußte ich über den herbst nachdenken, der ja nun - mit verstpätung - eingesetzt hat.
mir wurde bewußt, dass herbst eigentlich meine lieblingsjahreszeit ist. trotz der kälte, die mag ich eigentlich nicht so.
aber ich liebe die farben, ich mag den leichten wind den es oft im herbst zu finden gibt. ich mag es durch´s laub zu schlendern, den geruch der blätter in der nase und das rascheln des laubs unter meinen füßen.

merkwürdig, wenn ich so darüber nachdenke, dann stelle ich fest, dass es für den herbst keine "bezeichnung" gibt.
es gibt "frühlingsgefühle", "sommerliebe", sogar die "winterdepression", aber nichts, keine emotion die man mit dem herbst verbinden würde.

ich persönlich verbinde ja sehr viele verschiedene emotionen mit dem herbst, gute wie schlechte. und im grunde deutlich mehr, als ich mit allen anderen jahreszeiten verbinden würde.
der herbst bedeutet ja oft das ende von etwas - im gegensatz zum frühling, deshalb müsste einem der frühling allein deshalb schon näher stehen....der beginn von etwas ist ja ansich immer etwas schöneres.
keine ahnung, warum mir dennoch der herbst näher steht.
überhaupt, wenn ich darüber nachdenke stehen mir diese "unklaren" jahreszeiten näher. frühling und herbst mag ich. sommer und winter nehm ich halt dann als notwendiges übel in kauf.
ja, irgendwie mag ich übergänge, da bewegt sich was, verändert sich, wird neu und anders.
winter und sommer sind irgendwie stillstandsmonate finde ich.

wir genießen es, der hund und ich, durch die herbstwälder zu streichen und dabei die isarauen mit deutlich weniger menschen teilen zu müssen. auch ein vorteil, wenn es kalt ist.

ja, schon merkwürdig, was einem so alles in den sinn kommt, wenn man duschen geht.....

Freitag, 9. Oktober 2009

herzklopfen

wie schnell sich doch das leben ändern kann, wenn einen die vergangenheit plötzlich von rechts überholt und einem breit grinsend zuwinkt.

Dienstag, 29. September 2009

lecker, lecker

Haaaallo Frau XXX,

beantworten Sie bitte eine dieser Fragen mit Ja.

Haben Sie für ein sofortiges Mittagessen:

a) Lust, Zeit und Hunger?
b) Oder Lust und Zeit aber keinen Hunger und gehen trotzdem mit?
c) Oder Lust und eine rießen Hunger aber keine Zeit und gehen trotzdem mit (weil‘s scheiß egal ist)?

Bitte um sofortige Antwort!

;o)


Mit freundlichen Grüßen!
Yours sincerely!

XXX



.....gibt es nettere emails, die im eingang landen können?
hm....da kann ich wohl nicht nein sagen?!?

ach....manchmal versüßen einem ganz kleine dinge den tag!
(an tagen wie diesen unglaublich wichtig)

Freitag, 25. September 2009

die lange reise des herrn n.


vor einiger zeit....kurz vor ostern....hat mein sohn einen neuen freund bekommen.
und innerhalb kürzester zeit war er sein ein und alles und ständiger begleiter. wo mein sohn war, war auch er.
weil mein sohn ihm schnell den pullover ausgezogen hatte, fing er irgendwann an, diesen hasen "nacki" zu nennen.
eines tages besuchte mein sohn eine freundin und vergaß dort den hasen. die mutter der freundin wollte ihm den hasen per post schicken und damit....ja damit fing alles an.
das paket kam nie an und mein sohn fing häufiger und häufiger an zu fragen, wo denn der hase geblieben wäre.
eine wirklich gute antwort hatten wir nicht und ....ja, ich gestehe...wir griffen zur einzigen antwort die uns in diesem moment einfiel....eine notlüge.
wir erzählten ihm, dass sein nacki sich auf reisen gemacht hätte um die welt zu sehen.....ähnlich wie es der berühmte hase felix vor ihm schon getan hätte.
wirklich gefallen hat ihm diese antwort zwar nicht, aber es regte zumindest zu wilden spekulationen an, wo sich der hase wohl gerade befinden könnte. von ägypten bis amerika war so ziemlich alles dabei.
aber eines änderte sich nicht.
jeden morgen, nach dem aufstehen, fragte mich mein sohn, wo denn sein hase sei und wann er denn endlich wieder käme.
da dieser hase aber ursprünglich ein werbegeschenk von "paul smith" war, erwies sich die wiederbeschaffung als ausgesprochen schwierig, wenn nicht sogar unmöglich. ostern war vorbei und die hasen weg.
selbst ich - erfahren in sachen internetrecherche - konnte nichts finden.
tag für tag hab ich nun im internet gesucht und sogar eine verzweifelte email an paul smith himself (naja, an die firma halt) geschrieben. vergeblich wie es schien.
nun.....gestern....fanden mr.r. und ich endlich nach langem suchen einen hinweis auf nacki.....fluffy grey bunny wie er sich eigentlich nennt.
bis nach england mußten wir suchen und siehe da, zum ersten mal schätze ich mich wirklich glücklich über die errungenschaft des internets. bei ebay.uk wurden wir fündig.
aber was dann passierte war kaum zu glauben.
wir erzählten meinem sohn, dass wir nun wüßten wo sein hase wäre und das der nach england gefahren wäre um mal seinen papa kennenzulernen und zeigten meinem sohn das bild im internet.
mein sohn lachte und freute sich und fing dann an bitterlich zu weinen. ich glaube er war so unglaublich erleichtert ihn zu sehen und so unglaublich traurig weil er eben nicht da war.
wir versprachen dem kleinen kerl, dass wir dem hasen gleich schreiben würden, dass er bald nach hause kommen soll und mein sohn beruhigte sich ein wenig.
als er im bett war machte sich mr.r. gleich daran an den besitzer des hasen eine herzzerreissende email (ich glaube sogar mr.r. hatte dabei ein wenig pipi in den augen) zu schreiben um zu erfahren, ob und wie schnell wir ihn bekommen könnten....koste es was es wolle.
heute nachmittag dann, wurde sich noch um ein i-tüpfelchen des ganzen gekümmert:
nachricht von nacki, eine postkarte von ihm selbst, mitsamt pfotenabdruck, jawohl!
ja....mein sohn wird bald post bekommen.....aus london, von seinem hasen.
manchmal ist es tatsächlich gut, wenn man verbindungen ins ausland pflegt, nicht wahr?
und als ob das nicht schon good news genug wären.....schaue ich gerade in meinen outlook-acount und was finde ich?
post von paul smith (naja, einer seiner mitarbeiterinnen) in der stand, dass ich ihnen meine adresse zusenden solle, damit sie meinem traurigen sohn einen hasen schicken könnten.....
ja ist das denn die möglichkeit?
nacki bekommt doch tatsächlich ein geschwisterchen......
ja.....hier ist immer ne menge los und uns wird nie langweilig.
nachtrag:
bemerkenswert....gerade bekomme ich eine weitere email von der sekretärin von paul smith, in der sie mir schreibt, dass der hase noch heute zur post geht, dass es ihr ein besonderes vergnügen ist und das das ganze keinen cent kostet.
ja....ich wundere mich ein wenig....aber es gibt tatsächlich noch ein paar nette, liebenswerte menschen auf dieser welt

Mittwoch, 23. September 2009

gewissensfrage

manchmal stellt einen das leben vor aufgaben, die - zumindest auf den ersten blick - schier unlösbar erscheinen.
man steht davor, schüttelt den kopf und denkt dabei: schaff ich nicht, will ich nicht, kann ich nicht.

es dabei bewenden zu lassen, wäre zu einfach, auch wenn ich nur zu gut weiß, dass es einige menschen gibt, die es genau das tun und oftmals daran scheitern.

mein weg ist das allerdings nicht.
zugegeben, ich habe dieselben gedankengänge....vielmehr, ich bin mir anfangs sicher:
schaff ich nicht, will ich nicht, kann ich nicht.
dann aber schmeißt mein hirn das hamsterrad des denkens erst richtig an, wägt für und wider ab, sucht nach möglichkeiten und lösungen, kompromissen und gangbaren wegen.
mein hirn wäre nicht mein hirn, wenn dabei manchmal nicht die abstrusesten gedanken zu tage treten würden.

am ende aber steht immer, die gewissensfrage.
kann ich verantworten, mich einem weg, einer alternative, einem kompromiss zu verweigern und wenn ja, zu welchem preis.
ganz ehrlich, meistens ist der preis recht hoch und trotzdem, weil ich bin wer ich bin, bin ich dennoch bereit ihn zu zahlen.....obwohl oder gerade weil der andere weg zu einfach wäre.

am ende, nach langem drehen und wenden, stelle ich aber immer wieder fest, dass - welcher lösungsweg auch immer - meist geprägt ist durch sehr viel emotion und bauch und recht wenig kopf und argument.

und die einzige frage die dann für mich an dieser stelle immer offen bleibt ist:
ist das nun gut.....oder schlecht?

Dienstag, 22. September 2009

wie die kinder

manchmal gibt es momente, da werden die männlichsten männer wieder zu kindern.
mir als mutter ist ja mittlerweile nichts mehr fremd.....allerdings gebe ich zu wirkt dergleichen immernoch ein wenig befremdlich auf mich.

gestern war wiesn angesagt.
kein ort an dem ich mich - wenn ich ehrlich bin - wirklich wohl fühle.
aber lebt man in einer beziehung, heißt es vermutlich auch hier kompromisse eingehen.
also sonntag kinderwiesn (sprich mit den kleinen familienmitgliedern),
gestern.....naja, irgendwie auch wieder kinderwiesn, nur halt mit gaaanz großen kindern.

mr.r. hatte seine "firmenwiesn", sprich er hatte gott sei dank einen grund gefunden, warum unbedingt ein tisch im bierzelt reserviert werden mußte und noch einen besseren grund, warum man sich dringend mal wieder bis unterkante oberlippe mit bier zuschütten kann.

ich bin - wie gesagt - kein freund dererlei aktivitäten. und ich stelle jedes jahr wieder für mich fest, dieses exzessiv-trinken liegt mir nicht mehr. ich fahr so schon nicht allzugern karusell, findet es aber in meinem kopf statt, kann ich es erst recht nicht leiden.
so hielt ich mich gestern an radler und ente und fuhr damit deutlich besser.

im gegensatz zu mr.r.
zu seiner ehrenrettung sei aber gesagt: er hielt sich (meist) tapfer.
aber zur allgemeinen unterhaltung sei auch gesagt: mein babysitter und ich haben uns königlich amüsiert, als ich mr.r. wieder nach hause brachte. hätten wir mr.r. noch einen schnuller und ein kuscheltuch zugeschoben...ganz ehrlich, wirklich aufgefallen wäre es bei seinem verhalten nicht mehr.

besonders interessant finde ich aber jedes jahr wieder: das betrunkene plötzlich ganz neue freunde finden. freunde, für die sie sich im nüchternen zustand nicht die bohne interessieren würden.
so auch mr.r., der sich mit einem arbeitskollegen von mir ein wettschießen an jeder schießbude lieferte (selbst dosenwerfen und zylinder-abwerfen ließen sie nicht aus).

ja, gegen ende des abends schwankte mr.r. deutlich, auch wenn er mehrmals behauptete es läge ausschließlich daran, dass ich ihn schubsen würde.....jaaa, gaaanz klar!

ob sich mr.r. noch an jede einzelheit des restlichen abends erinnert weiß ich nicht...ich allerdings schon.
ich fühlte mich schon sehr an die frühen zeiten meines kleinen sohnes erinnert als ich mr.r. aus seiner lederhosen half, ihn zum klo geleitete und anschließend im bett brav zugedeckt hatte.

da der abend noch jung war, ließ ich anschließend gemeinsam mit dem babysitter den abend ein wenig revue passieren und sorgte hierbei mit diversen erzählungen noch für einige erheiterung.
ja....wer den schaden hat.....na ihr wißt schon.....

als ich selbst ins bett gehen wollte, hab ich nur kurz gezögert als ich mr.r. schnarchend, sabbernd, und vorallem wie einen großen elefanten mitten in unserem 180x200 cm bett fand. ich hätte wählen können zwischen 20 cm links und 25 cm rechts.
ich entschied mich letztlich für das gästebett im zimmer meiner tochter, wo es auch deutlich weniger muffig war als im schlafzimmer.
ganz ehrlich.....offenes feuer wäre in diesem zimmer gestern abend hochexplosiv gewesen fürchte ich.

nun....der abend ist rum....wie immer habe ich mir geschworen: nächstes jahr geht er da aber alleine hin.
mit dem wissen: neues jahr, neues spiel und er wird sich sicherlich wieder etwas einfallen lassen, wie er mich überzeugt, dass ich unbedingt dabei sein muß, bei diesem "wahnsinnsspektakel".

ja, sicherlich.
denn wenn ich darüber nachdenke, so fällt mir ein:
mir ist bereits schonmal ein mann auf der wiesn abhanden gekommen.
auf diesen sollte ich vielleicht ein klein wenig mehr aufpassen.

ja, ja. wiesn ist ausnahmezustand, wurde mir letztens erklärt, ähnlich wie fasching.
den....mag ich übrigens genausowenig.
vielleicht liegts aber einfach daran, dass ich ausnahmezustände im allgemeinen nicht sonderlich schätze.

Donnerstag, 10. September 2009

post für.....

einmal, als der kleine bär wieder zum fluß angeln ging, sagte der kleine tiger:
"immer wenn du weg bist, bin ich so einsam. schreib mir doch mal einen brief aus der ferne, damit ich mich freue, ja!"
"ist gut" sagte der kleine bär und nahm gleich blaue tinte in einer flasche mit, eine kanarienvogelfeder, denn damit kann man gut schreiben. und briefpapier und einen umschlag zum verkleben.

unten am fluß hängte er zuerst einen wurm an den haken und dann die angel in das wasser.
dann nahm er die feder und schrieb mit der tinte auf da papier einen brief:
"lieber tiger! teile dir mit, dass es mir gut geht, wie geht es dir? schäle inzwischen die zwiebeln und koch kartoffeln, denn es gibt vielleicht fisch. es küsst dich, dein freund bär."

dann steckte er den brief in den umschlag und verklebte ihn. er fing noch zwei fische: einen zur speisung und einen, damit er ihm das leben schenken konnte. damit er sich darüber freut, denn freude ist für jeden schön.

abends nahm er den fisch und den eimer, die tinte und die feder und auch gleich den brief mit und ging nach haus.

er rief schon aus der ferne vom kleinen berg herunter:
"post für den tiger! post für den tiger"

aber der kleine tiger hörte ihn nicht, weil er hinter dem haus lag.
hatte keine zwiebeln geschält und keine kartoffeln gekocht. hatte die stube nicht gefegt und auch die blumen nicht gegossen. hatte zu nichts lust gehabt, weil er wieder so einsam war.

und jetzt, wollte er keinen brief mehr.
denn jetzt war der kleine bär sowieso und persönlich und selbst zu haus.

in der nacht weckte der kleine tiger den kleinen bär und sagte:
"ich muß dir schnell noch etwas sagen, ehe du einschläfst. könntest du mir morgen den brief etwas eher schicken? vielleicht durch einen schnellen boten?"
"ist gut" sagte der kleine bär und nahm am nächsten tag wieder alles mit. die tinte, die feder, das papier, den umschlag.....und eine briefmarke.

....

aber dann kam der hase mit den schnellen schuhen.
"geben sie her, herr bär! ist der brief im couvert? ist eine briefmarke drauf?"
und jetzt hase lauf!
der hase rannte, so schnell ihn seine schuhe trugen, hasttuihnnichtgesehn zum tiger nach haus.

der kleine tiger hatte heute wieder zu nichts lust gehabt. hatte keine zwiebeln geschält und keine kartoffeln gekocht. keine stube gefegt und nicht einmal feuer im ofen gemacht.

"post für den tiger" rief der schnelle hase, und der tiger sprang auf und rief:
"wo wie was für wen und von wem?"
"für den tiger" sagte der hase
"oh, der tiger bin ich selbst, geben sie her!"

er tanzte vor freude auf dem tisch, auf dem stuhl, auf dem bett, auf dem sofa.
las den brief von vorn bis hinten und von hinten bis vorn.
hatte jetzt wieder lust zu allem und schälte die zwiebeln, kochte kartoffeln. fegte die stube und das leben war schön.

...

"heut ist der schönste tag meines lebens" rief der kleine tiger.
und das war nicht gelogen.